Otto mit Regina

Wilma Warfen Unsere Kunden berichten

Das letzte Kind hat Fell….

Meine Probestunde in der Hundeschule Anni Warfen hatte ich im März 2020 bei Helen auf dem Spielplatz. An diesen Tag erinnere ich mich gut. Das Wetter konnte fürchterlicher nicht sein- es regnete ununterbrochen und der Wind wehte uns kalt um die Nase. Im Anschluss hatten wir eine Nachbesprechung auf der Diele und mir war so nass und kalt, aber wir hatten eine tolle Stunde und ich wollte unbedingt weiter machen. Und dann kam Corona…..

Doch unsere Begeisterung war geweckt und wir sind drangeblieben. Ein Glück war der Lockdown irgendwann vorbei, sodass wir mittlerweile in einer wirklich tollen Montagsgruppe dabei sind. Spannend finde ich es aber auch, wenn mal andere Hunde und ihre Besitzer*innnen in unsere Gruppe stoßen.

Gemeinsam mit unserem Hund Otto haben wir neben dem standartmäßigem Grundgehorsam Kurse wie: Leinenführigkeit, Schleppleine, Jagdverhalten, Wassergewöhnung-schwimmen lernen mitgemacht. Otto geht gerne ins Wasser und kann auch. dank des guten Trainings in der Hundeschule, sehr gut schwimmen  

Die vielen Übungen, die wir in der Hundeschule lernen, setzen wir auch im Alltag um und dadurch hat sich ein morgendliches Ritual entwickelt. Erst machen wir unseren “Toilettengang”. Hier üben wir Schleppleine und andere Übungen aus der Hundeschule. Auf dem Rückweg gehen wir bei unserer Nachbarin und Freundin in den Garten. Otto bekommt ein „Bleib“ und muss warten, ich lasse die beiden Enten Trick und Track aus ihrem Stall. Otto wird für sein tolles Warten eingefüttert, bekommt wieder ein „Bleib“ und ich hole den Schlüssel  für den Ziegenstall, dafür muss ich ca. 40m laufen. Otto muss währenddessen auf mich warten. Dann wir er wieder eingefüttert und das Bleib wird wiederholt, damit ich die Ziegen Pepe und Morphy rauslassen kann. Einfüttern und Otto muss noch einmal bleiben. Ich gehe zum Haus, dass ca. 50 m entfernt ist. Zum Abschluss erfolgt ein Abruf und Otto kommt mit wehenden Ohren angesaust. Wir werden in die Küche hereingelassen, Otto bekommt Mörenscheiben und ich einen Kaffee.

Es macht Freude, die Fortschritte von Otto zu beobachten.

Dabei war es ein wirklicher Glücksfall, dass Otto den Weg zu uns gefunden hat. Ich wollte unbedingt einen braunen Rüden. Schon 2019 hatten wir uns umgeschaut, doch die Würfe hatten entweder keinen braunen Rüden, alle waren bereits vergeben oder sie kamen zu früh im Jahr, da ich erst im August 2019 in Rente gehen konnte und vorher nicht die Zeit hatte für einen Hund. Also entschloss ich mich, bis zum nächsten Jahr zu warten.

Vor meinem Rentenantritt zum 01.08. hatte ich 14 Tage Urlaub. Am Freitag den 20.07. war ich mit meiner Tochter zu einem Reitturnier und erhielt einen Anruf einer Züchterin: Ein brauner Rüde wäre zurückgegeben worden, der Mann reagierte allergisch auf den Hund, ob ich Interesse hätte. Ein Foto wurde geschickt, ich hatte Interesse und am nächsten Tag war er bei uns. Der Hund hieß Gonzo.

Mein Mann sagte immer, dass er auszieht, wenn ein Hund ins Haus kommt. Entsprechend skeptisch war er und die Züchterin  dann auch. Sie hätte genug Bewerber. Doch für meinen Mann war es in Ordnung,  wenn der Hund einen anderen Namen kriegen kann, dann darf er bleiben.  In unserer Zeit ohne Kinder hatten wir in Frankreich auf einem Campingplatz einen Hund kennengelernt der mit seinen Leuten Fußball gespielt hatte, ein Otto und so sollte Gonzo ab jetzt heißen und bei uns bleiben. Alle waren einverstanden.

In meiner Kindheit hatten wir einfach einen Hund (einen Dackel). Und heute muss ich sagen der Spruch: “das letzte Kind hat Felle” stimmt wirklich.

Vielen Dank der Hundeschule Anni Warfen bei der Hilfe “wie erziehe ich meinen Hund.”