“Das verlorene Osterei” oder auch “Wie traumatisiere ich einen Trainer”

Anni Warfen Unsere Kunden berichten

Wie jedes Jahr, vertrete ich am Samstag die Gruppe. Und auch jedes Jahr läuft die Stunde etwas anders, wir haben schließlich Ostern. Also ist immer Eiersuche angesagt.
In diesem Jahr war auf unserer Hauskoppel Raps angepflanzt, der auch schon eine schöne Höhe hatte, so dass die Hunde bei der Suche nicht auf Sicht gehen konnten. Alle Hunde hatten bis jetzt immer ihr Osterei gefunden, gestaltete ich das “Verstecken” doch immer ganz leicht… dachte ich.

Dann passierte es…beim letzten Hund angekommen, spielte ich den Osterhasen, und der Vierbeiner wurde losgeschickt. Er suchte und suchte – ohne Erfolg. Da sich die Menschen ja auch immer merken, wo in etwa das Ei abgelegt wurde, kamen aus der Reihe Richtungsvorgaben. Schließlich machten sich Hund und Mensch gemeinsam auf die Suche – nichts. “Das kann doch nicht sein”, dachte ich mir und schickte einen Hund nach dem anderen los, um sein Glück zu versuchen. Letztendlich suchten ALLE Hunde samt Mensch im Raps (siehe Foto).

Niemand fand das Ei. Da halfen auch Aussagen wie “auf Sicht nützt das nichts, du musst mit der Nase in den Raps” oder “das lag in Richtung Laterne” nichts. “Haken dran und weiter im Text” sagte ich der Gruppe, und wir fuhren mit unserem Programm fort. Jeder von uns, auch ich, hatte aber immer noch das verlorene Ei im Kopf. Ich eher frustriert, weil mir das in all den Jahren noch nie passiert war, meine Leutchen packte der Ehrgeiz, das Ei doch noch zu finden.

Als eigentlich Diele samt Käffchen angesagt war, und alle doch das Ei finden wollten, durfte, wer wollte, noch einmal eine Suche starten. Und was soll ich euch sagen? Eine Hündin, die an diesem Tag auch noch Geburtstag hatte, rettete mir die Stunde und fand das Ei.

Dieses Erlebnis liessen wir bei einem netten Frühstück ausklingen, aber was ich in der Woche darauf mit der Gruppe machen wollte, stand fest – Suchspielchen.

Eure Petra