Riesenschnauzer „Bachus“: Aufpasser und Spitzensportler

Anni Warfen Neuigkeiten

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Ein eingespieltes Sportlerteam: Hundetrainerin Anni Warfen (46) aus Söhren mit ihrem Riesenschnauzerrüden „Bachus vom Alten Kamp“ (6). Der Vierbeiner liebt die Arbeit, aber auch Kuschelstunden.
Foto: Heike Hiltrop

Söhrend – Anni Warfen machte aus ihrem anspruchsvollen Familienhund „Bachus“ den Deutschen Vielseitigkeitsmeister der Riesenschnauzer. 

Anni Warfen und ihr Riesenschnauzer „Bachus“ sind ein eingespieltes Team, das sieht man auf Anhieb. Mit seinen großen dunklen Kulleraugen lässt das schwarze, vierbeinige Kraftpaket seine Halterin nicht aus den Augen. Als gäbe es nichts schöneres auf der Welt tut er alles, was die Hundetrainerin ihm sagt: Sitz, Platz, Pfote geben – aber „Bachus“ kann noch viel mehr. Das hat er vor ein paar Tagen bei der Deutschen Meisterschaft der Riesenschnauzer im sächsischen Glauchau eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als sich das Duo mit der Startnummer zehn den Titel der vierbeinigen Vielseitigkeitssportler holte.

Mit 283 Punkten von 300 möglichen und der Note „Sehr gut“ setzte sich „Bachus“ an die Spitze des 35 Teilnehmer zählenden Feldes. Unterordnung, Fährte und Schutzdienst heißen die drei Disziplinen, in denen der Rüde glänzte. Dabei muss er ohne Leine zeigen, dass er sehr gut auf seine Halterin hört, eine Spur mit der Nase aufnehmen und dabei Gegenstände anzeigen kann, und zudem in der Lage ist, „einen bösen Buben“ zu stellen und sich ihm gegenüber unerschrocken zu zeigen. „Ich kann das immer noch nicht richtig glauben. Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Anni Warfen und herzt ihren sechsjährigen Hund.

„Meine Welt ist diese hier“, sagt die 46-Jährige und zeigt auf das Areal ihrer Hundeschule in Söhren (Gemeinde Weede) mit einer großen Wiese, auf der Tunnel, Wippen und andere Sportgeräte stehen. „Jessi“, der Spitz, Border Terrier „Lennox“, Mischling „Buddy“ und einige andere Vierbeiner trainieren gerade nach den Kommandos ihrer Menschen den Gehorsam. „Aber dann bekam ich einen Hund, der mir gezeigt hat, das er mehr wollte“, so Anni Warfen weiter. „ Egal, was ich gemacht habe, es hat ihm einfach nicht gereicht.“ Erst als sie mit „Bachus“ im sogenannten Schutzdienst zu arbeiten begann, sei er ausgelastet gewesen. Fürs Training fährt sie regelmäßig nach Stade. „Und wenn dann auch noch der sportliche Erfolg dabei ’rumkommt, dann ist das wirklich toll“, so die Trainerin.

„Bachus vom Alten Kamp“ sei ein anspruchsvoller Familienhund. „Sein Hobby ist aufpassen“, sagt Anni Warfen, die lange Zeit große Schweizer Sennenhunde gehalten und gezüchtet hat. Pokale und Medaillen sind „Bachus“ übrigens wurscht. Aber die 15 Kilogramm Futter, die er als Deutscher Meister einheimsen konnte, die lässt er sich in den kommenden Wochen peu à peu schmecken. Mit dem Titel hat sich das Team zudem für die Weltmeisterschaft der Riesenschnauzer Ende Oktober in Horni Briza (Tschechien) qualifiziert. „Aber ich weiß noch nicht, ob wir dort antreten werden“, sagt Anni Warfen.

Quelle: Heike Hiltrop, LN-Online. Zum original Artikel.