Gefahrenquellen rund um Weihnachten und Silvester

Anni Warfen Allgemein

Die Weihnachtszeit symbolisiert für uns Menschen eine besondere Zeit im Jahr. Dennoch ist sie verbunden mit viel Stress. Auch unsere Hunde begleiten uns durch diese Zeit und erleben den Weihnachtstrubel mit uns. Sie bemerken unser verändertes Verhalten und verstehen dieses nicht. Da ist es wichtig, Stress- und Gefahrensituationen für den Hund rechtzeitig zu erkennen und diese zu umgehen, denn unsere Hunde verstehen Weihnachten nicht.

Sie sehnen sich nach Alltag und Ruhe. Daher ist es wichtig, ihnen diese Zeit angenehm zu gestalten. Denn viele Hunde reagieren auf diese Veränderungen ebenfalls mit Stress und oftmals ist dieser für den Menschen nicht sofort erkennbar. Sie ziehen sich zurück, verweigern das Futter oder finden keine Freude mehr am Spielen. Auch eine massive Fellpflege kann ein Anzeichen für Stress darstellen. Genau bei diesen und ähnlichen Anzeichen sollte der Hundebesitzer reagieren und einen Gang runterschalten. Der Hund gibt uns ein Warnsignal, dass es ihm nicht gut geht. Dieses sollten wir erkennen und ihm helfen. Kehrt einfach ein bisschen Ruhe ein, kann der Hund sich besser entspannen. So ist es wichtig, dass Hundebesitzer die Weihnachtsvorbereitungen gut und langfristig planen und den Hund nicht durch hektische oder schnelle, kurzfristige Planungen unnötig stressen. So können Hund und Hundebesitzer Weihnachten stressfrei genießen. Zum Genießen gehören für den Menschen natürlich auchKerzen, Glitzer, Schnee und ein toller Weihnachtsbaum. Doch auch dort ist Vorsicht geboten, denn für Hunde können diese Dinge gefährlich werden. Also nicht achtlos mit ihnen umgehen. Lametta, Verpackungen mit Mettalbeschichtung und Glitzerdeko sollte nicht zum Kauen von den Hunden genutzt werden. Verletzungen oder gar Vergiftungen wären die Folge. Vielleicht denkt man nicht gleich dran aber unsere Vierbeiner denken nun mal auch anders. So stellen Glitzer- und Schneesprays ein tolles Ableckspiel da, was die Hunde jedoch mit schlimmen gefährlichen Gesundheitsfolgen bezahlen. Genauso können brennende Kerzen vom Hund umgeworfen werden oder er kommt zu dicht an die Flammen. Auch einige Zimmerpflanzen in der Weihnachtszeit, wie der Weihnachtsstern, sind giftig. Natürlich müssen wir nicht auf jegliche Deko verzichten, doch eine genaue Kontrolle vor dem Aufstellen und Anbringen bietet dem Hund Sicherheit.

Doch es lauern noch weiter Gefahren in dieser Zeit, die wir vielleicht nicht als solche erkennen. Die vielen weihnachtlichen Leckereien sprühen ihren Duft im Haus und verzaubern die Hundenase. Überall wollen sie schnüffeln und schlecken sich freudig das Maul. Gerne würden die Hundebesitzer die köstlichen Dinge mit den Vierbeinern teilen, doch vieles von den guten Sachen ist nicht bekömmlich für die Hunde. Auch wenn Fleisch und Fisch vielleicht Hundenahrung darstellen, so sind sie in der Zubereitung durch den Menschen nicht für den Hundemagen geeignet. Gewürze, Gräten oder kleine Knochen können Verletzungen sowie Darm- und Magenbeschwerden verursachen. Manchmal kann dies bis zum Tod führen. Daher sollten die Leckereien einerseits nicht für den Hund zugänglich sein und andererseits nicht mit ihm geteilt werden. Auch die alljährliche und in der Weihnachtszeit besonders beliebte Schokolade stellt Gift für unseren Hund da. Schon geringe Mengen können zum Tod führen. Sie enthält für den Hund gefährliche Inhaltsstoffe. Daher ist es wichtig, Weihnachtsteller, Nikolausstiefel oder den Baumkuchen für Hunde unerreichbar aufzubewahren.

Insbesondere in der Weihnachtszeit bieten Tierbedarfsläden kleine Köstlichkeiten für unsere Vierbeiner an, die sie ohne Gefahr essen können. Dort können wir nach Lust und Laune für die lieben Hunde einkaufen und sie verwöhnen. Doch alles in Maßen, denn auch ein Hund kann ungesund zunehmen!!!!

Ist dann der Heiligabend endlich da, verändert sich das Haus noch einmal und wir Menschen holen uns sogar die Bäume ins Haus. Was soll ein Hund da nur denken? Bäume im Haus mit Bällen als Spielzeug dran? Also auch dort ist wieder Obacht geboten. Unsicher aufgestellte Weihnachtsbäume stellen eine Gefahr dar. Das Weihnachtsbaumwasser im Christbaumständer ist nicht zum Trinken geeignet und die Lichterkette darf nicht angeknabbert werden. Nach dem Auspacken der Geschenke sollte jegliches Geschenkband entsorgt oder weggepackt werden, da diese beim Verschlucken zum Darmverschluss führen können. Bevor wir also all diese Veränderungen vornehmen, sollten wir einmal den Hundeblick aufnehmen und denken sowie überlegen, was alles Interessant aussieht und zu einer Gefahrenquelle mutieren kann.

 

Kurz darauf steht dann auch schon Silvester vor der Tür. Erneut eine Mutprobe für den Hund. Viele von ihnen fürchten sich vor dem lauten Geknallere und sind unsicher an diesen Tagen des Lärms. Hundeohren hören wesentlich intensiver und sind daher besonders empfindlich an Silvester. Es ist enorm wichtig, dass der Hundeführer keine Unsicherheit oder Angst aussprüht. Der Hundebesitzer sollte an diesen Tagen den starken Rudelführer geben und dem Hund immer wieder zeigen, dass er nach dem Rechten schaut und ihm vermitteln, dass alles in Ordnung ist.

Ist die Angst beim Hund jedoch so groß, dass Panik ausgelöst wird, sollte der Hundebesitzer besonnen vorgehen. Unter keinen Umständen erhält der Hund Mitleid, das hilft dem Vierbeiner nicht und führt nicht zur Lösung, sondern verstärkt das Problem und seine Angst. Auch das Verstopfen der Ohren hat eine Verstärkung der Ängste zur Folge. Beruhigungsmusik kann den Hunden helfen. Es gibt schon extra Silvester –Hunde- Beruhigungsmusik/ Beruhigungsgeräuschen Zudem ist Sicherheit und Ruhe seitens des Hundebesitzers enorm wichtig. Der Hund braucht ihn jetzt und seine Sicherheit.

Mit ein wenig Nachdenken und besonnenem Vorgehen kann die Weihnachtszeit und Silvester auch für die Hunde angenehm werden.