Gefahren rundum Insekten

Wilma Warfen Allgemein

Ab dem Frühjahr beginnt es wieder in der Natur zu summen und zu brummen. Im Sommer haben die Insekten dann ihre Hochzeit . Doch auch im Herbst sollten die Gefahren, die von den kleinen Summeltieren ausgehen nicht unterschätzt werden. Gerade die Jahreszeit, in der die Blätter fallen und das Obst an den Bäumen reift wird, birgt nochmal viele Gefahren in Bezug  auf Insektenstiche. 

Unsere lieben Vierbeiner sind sehr beuteaffin. Alles was sich bewegt, herumhuscht oder sich versteckt, kann für die Hunde als Beute angenommen werden. Nicht wenige Hunde gehen ihrem Jagdverhalten nach und fangen an, die ausgewählte Beute zu fangen. Leider gehören auch herumfliegende Insekten dazu. Bei einer Fliege lachen noch viele Hundebesitzer*innen, wenn der Vierbeiner anfängt sie zu jagen und nach ihr zu schnappen. Doch ein Hund unterscheidet nicht zwischen einer Fliege und einer Wespe, denn auch die gelb schwarz gestreiften Gefährten fliegen so schön in der Luft herum, dass man sie doch fangen möchte. Dabei kann aus einer lustigen Situation dann ganz schnell bitterer Ernst werden, wenn der Hund in der Luftröhre von einer Wespe gestochen wird. Das Jagen nach Insekten muss daher von klein an verboten werden, da es ansonsten schwerwiegende Folgen haben kann. Dies gilt sowohl für Fliegen als auch alle anderen Insekten.

Auch auf Blumenwiesen oder einem Rasen mit viel Klee sollten Hundebesitzer*innen genau hinschauen. Biene & Co holen sich Nektar von den Blüten. Laufen wir mit unseren Schuhen dort hinüber ist nicht viel los, doch ein Hund hat an seinen Pfoten keinen Schutz. Ein Insektenstich kann dann einen Hund auch einmal schwer beeinträchtigen, da er zeitweise nicht mehr richtig laufen kann.

Ähnliche Szenarien lassen sich im Herbst bei herunterfallendem Obst beobachten. Viele unserer Vierbeiner mögen es leider nur zu gerne mal eine oder zwei, drei, vier…. Pflaumen essen oder sogar die Äpfel und Birnen naschen, die auf dem Rasen liegen. Leider lauern auch dort Gefahren, denn auch Insekten nutzen das heruntergefallene Obst als Nahrungsquelle. Beißt ein Hund also in ein Obst, in dem bereits ein Insekt sitz, kann es passieren, dass der Vierbeiner übel gestochen wird. Neben der Unverträglichkeit ist dies auch ein Grund, weshalb Obst niemals als Not Spielzeug genutzt werden sollte.

Auch der Wasser- und Futternapf sollte regelmäßig auf Insekten kontrolliert werden. Gerade das Wasserangebot draußen wird gerne von Insekten als Wassertränke angenommen. So könnten sie dann vom Hund unbemerkt aufgenommen werden.

Nach einem Insektenstich jaulen Hunde meist lauft auf. Sie beginnen die betroffene Körperstelle stark zu schlecken oder beginnen intensiv Speichel zu produzieren. Auch das Humpeln eines Hundes kann einen Insektenstich als Ursachen haben. Genau wie wir Menschen können die Vierbeiner allergisch auf einen Stich reagieren und sogar einen allergischen Schock bekommen. Sollte es soweit kommen, ist der Tierarzt umgehend aufzusuchen. Doch in den meisten Fällen verläuft ein Insektenstich harmlos.

Hundebesitzer*innen sollten nach einem Stich oder dem Verdacht auf einen Stich ihren Vierbeiner ganz genau untersuchen und schauen, wie der Insektenstich aussieht. Meist werden sie dick und rot. Bei Bienen bleibt zudem der Stachel zurück und dieser muss vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden.

Gerade im Bereich Mund, Rachen oder Hals kann ein Insektenstich gravierende Folgen haben, die bis hin zu Atemnot reichen. Eine Kühlung von außen kann vorerst Linderung verschaffen, sollte die Schwellung allerdings zu stark werden, muss ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Auch Insektenstiche an anderen Stellen am Körper sollten mit einem feuchten Tuch, einem Kühlpack  mit Stoff umwickelt oder unter fließendem Wasser gekühlt werden. Eine beruhigende Stimme kann den Hund zusätzlich stabilisieren.

Insekten und die von ihnen ausgehenden Gefahren sollten nicht unterschätzt werden. Daher sollten Hundebesitzer*innen genau hinschauen, mit was sich der Vierbeiner gerade beschäftigt