Wie geht es meinem Hund? Teil 2

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

Im ersten Teil sind wir auf das Streßverhalten bei Krankheiten eingegangen, wobei das schwieriger zu erkennen ist, wenn ich meinen Hund nicht ganz genau lesen kann.

Viele Anzeichen einer Krankheit, ob jetzt schwer oder nicht so schwer, lassen sich äußer-lich erkennen, d. h. in untypischen Bewegungen des Hundes. Wichtig ist aber, dass ich meinen Hund beoachte, um ihn besser lesen zu können, d. h. beim Arbeiten, zuhause in der “Ruhephase”, aber auch auf Spaziergängen.

Was fällt unter untypische Bewegungen?

  • häufiges Schütteln des Kopfes oder Schräghaltung  (kann passieren, wenn der Hund im Wasser war und vielleicht etwas ins Ohr bekommen hat, erledigt sich aber von allein)
  • gerötete Augen  (hat der Hund vielleicht im Auto Zug bekommen? Dann wäre eine Bindehautentzündung nicht ausgeschlossen – vorsicht, ansteckend für Mensch und Hund!)
  • bläuliche Verfärbung der Zunge (bitte vom Tierarzt kontrollieren lassen)
  • der Hund humpelt (Hunde können sich immer einmal vertreten, das auch beim Spielen passieren. Pfoten bitte kontrollieren, ob Verletzungen am Ballen vorliegen, oder ob eine Kralle an- oder abgerissen ist. Solltet ihr nichts finden, den Hund zwei bis drei Tage viel liegen lassen, wenn er sich nur vertreten hat, läuft er dann wieder normal. Wenn nicht, bitte zum Tierarzt.)
  • der Hund hat Probleme, in die Höhe zu klettern (z. B. beim Einsteigen ins Auto, Treppensteigen, oder beim Arbeiten auf dem Platz. Dann bitte vom Tierarzt kontrollieren lassen)
  • blutiger Kot oder Urin (kontrolliert bitte auch immer die “Haufen” eurer Hunde, solltet ihr Blut entdecken, bitte sofort zum Tierarzt)
  • hat der Hund Probleme, Kot oder Urin abzusetzen? (Auch, wenn es sich komisch anhört, beobachtet, wie euer Vierbeiner sich löst. Zeigt er verändertes Verhalten, bitte zum Tierarzt, oft gibt es Probleme mit der Analdrüse)
  • setzt der Hund sehr oft und unkontrolliert Urin ab? (Auch Hunde können eine Blasen- oder Nierenentzündung bekommen, bitte Fieber messen und ab zum Tierarzt.)
  • der Hund hat Durchfall (kann manchmal auch vor lauter Streß vorkommen, hat er ihn aber länger, bitte darauf achten, dass er genug trinkt und vom Tierarzt abklären lassen.

Das waren nur ein paar Beispiele, man muss auch nicht bei jeder Veränderung sofort zum Tierarzt fahren, oft reicht es, wenn man ein oder zwei Tage abwartet, ob Besserung eintritt. Den Tierarzt solltet ihr dann aber einschalten, zu langes Warten kann ein “Wehwehchen” unter Umständen sogar verschlimmern.

Selbstverständlich stehen wir euch mit Rat und Tat zur Seite, sprecht eure Trainer bitte an!