Wie finde ich die passende Ausrüstung für meinen Hund?

Wilma Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit, Interessantes, Wissenswertes

Halsbänder und Geschirre gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Da bleibt dem Hundebesitzer fast kein Wunsch unerfüllt. Es ist jedoch wichtig, beim Kauf der Hundeausrüstung auch auf eine gute Qualität und den richtigen Sitz zu achten. 

Unseren Hunden ist es egal, ob sie in rot, braun, rosa oder grün herumlaufen. Für sie ist es nur entscheidend, dass die Ausrüstung ihnen genügend Bewegungsfreiheit gibt und nicht stört. Daher sollten Hundebesitzer beim Kauf eines Geschirrs oder Halsband ganz genau hinschauen.

Zu allererst ist eine gute Qualität ein wichtiger Punkt. das bedeutet nicht, dass die Ausrüstung viel Geld kosten muss, dennoch sollte das Material und die Nähte robust und widerstandsfähig sein. Ansonsten könnte es schnell passieren, dass die Ausrüstung kaputt geht oder in bestimmten Situationen nicht den nötigen Schutz bietet.

Für ein angenehmes Tragen empfehlen sich insbesondere bei Geschirren breite Brustriemen. Diese schnüren sich bei stärkerem Druck nicht in die Gelenke und verteilen den Druck besser. Ist vorne ein Brustring vorhanden, sollte dieser keinen Druck auf das Brustbein des Hundes ausüben.

Wo wir auch schon bei der Passform eines Geschirres angelangt wären. Einige Firmen schreiben ihren Größen bereits jeweilige Rassen zu, doch jeder Hund ist individuell und nicht immer passen die Angaben zusammen. Auch das Gewicht des Hundes spielt eine entscheidende Rolle.  Die meisten Geschirre lassen sich an den einzelnen Striemen individuell regulieren und können auf den Hund eingestellt werden. Das Geschirr sollte nicht so eng anliegen, dass es den Hund einengt oder abschnürt. Auch zu locker sollte es nicht sitzen. Es besteht sonst die Gefahr, dass der Hund sich leicht herauswindet.       

Der Hund benötigt ausreichend Bein- und Schulterfreiheit, damit er sich locker und ungezwungen bewegen kann. Die Bauchschnürung darf nicht direkt in der Achsel sitzen, da dies scheuert. Bei größeren Hunden ist die Merkregel ungefähr eine Handbreit vom Ellenbogen entfernt. Bei kleineren Hunden darf es etwas weniger sein. Wir empfehlen so genannte Y-Geschirre, die am besten mehrere Befestigungsmöglichkeiten haben. So hat man im Training mehr Möglichkeiten offen.

Zum Messen werden der Umfang der Brust und der Halsumfang ermittelt. Für den Brustumfang wird ungefähr eine Handbreit (bei kleinen Hunden weniger) hinter den Vorderbeinen das Maßband angesetzt und über den Rücken am anderen Vorderbein vorbei, entlang des Bauches im Kreis zurück zum Ausgangspunkt.

Beim Messen des Halsumfanges sollte ungefähr zwei Fingerbreit Platz zwischen Maßband und Hals sein. Gemessen wird am Halsende.

Auch bei Halsbändern gibt es Verstellmöglichkeiten. Somit lassen auch sie sich individuell an den Hund anpassen. Der Halsumgang des Hundes sollte durch das Halsband nicht eingeengt sein. Das ist unangenehm für den Hund und kann auch Schäden verursachen. Es darf aber auch nicht so eng anliegen, dass der Hund seinen Kopf herausziehen kann. Läuft der Hund mit einem zu lockerem Halsband frei herum, kann er sich damit in etwas verfangen und verletzen. Ein Halsband sollte zudem nicht zu schwer sein und keiner der Verschlüsse am Hals drücken. Auch bei Halsbändern ermöglicht eine breitere Variante eine bessere Druckverteilung. Gemessen und getragen wir das Halsband im hinteren bis mittlerem Bereich des Halses. Beim Messen des Halsumfangs sollten ein bis zwei Finger unter das Halsband passen. Wir empfehlen hier starre Halsbänder (kein Würger, kein sogenannter Zugstopp).

Mit der richtigen Passform ist es wie bei uns: Drücken die Schuhe macht es keinen Spaß zu laufen, es entstehen Blasen und Wunden und wir behalten es nicht in Schöner Erinnerung zurück. Auch unsere Hunde wollen einen angenehmen Tragekomfort, damit sie froh und leicht mit uns durchs Leben kommen.