Wenn es draußen einfach nicht klappen will

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung, Interessantes, Wissenswertes

Viele Hundebesitzer kennen es nur zu gut: Ist man draußen mit dem Hund unterwegs, will die sonst so gute Erziehung einfach nicht funktionieren. Der Hund hört nicht, macht was er will und alle Mühe ist vergebens. Gerade dann darf das Verhalten nicht geduldet werden und ein Durchgreifen ist notwendig.

Für den Hund ist so ein Spaziergang ganz prima. Er kann toben, dem Hasen nach jagen und mit anderen Hunden spielen. Im Hintergrund hört er immer wieder Herrchens Stimme also ist dieser noch da und alles ist gut. Somit ist es für den Hund eine ganz andere Sicht als für den Menschen.

Die Ablenkungen draußen sind einfach um eine Vielzahl höher. Überall lauern neue spannende Entdeckungen. Da ist das Herrchen ganz uninteressant und der Hund geht lieber mal selbst auf Tour. Meistens liegt dieses Verhalten an der Art des Spazierganges. Die Hundebesitzer gestalten den Spaziergang meist sehr langweilig, in dem sie außer gehen dem Hund nichts bieten. Hunde jedoch brauchen Abwechslung und suchen sich diese im Notfall auch allein. Gerade bei Junghunden ist das herumstreunende Verhalten zu beobachten. Mit ca. sechs Monaten versuchen diese sich auszuprobieren. Es scheint als wären alle erlernten Dinge plötzlich vergessen und die Hunde machen nur noch Unsinn. Diesem Verhalten muss sofort Einhalt geboten werden. Ansonsten wird der Hundebesitzer auch später nicht mehr durchgreifen können. Aber auch uninteressante Spaziergänge können ältere Hunde dazu animieren, ihren eigenen Kopf zu animieren.

Entfernt der Hund sich zu weit von seinem Herrchen kann vorerst eine Schleppleine Abhilfe schaffen. Zum Training werden zudem besondere Leckerlis genutzt. Leckerlis sind immer ein guter Begleiter bei Spaziergängen und heben die Aufmerksamkeit des Hundes auf den Menschen. Mit den einfachen Kommandos wie „Sitz“ ,“Leg dich“ oder „Steh“ gestaltet sich der Spaziergang schon viel vielfältiger. Auch Suchspiele nach Leckerlis oder dem Herrchen eignen sich prima für den Spaziergang. Nach einer kurzen Betrachtung der Umgebung lassen sich vielleicht auch Dinge entdecken, die in die Übungen mit einfließen können. Baumstämme zum Balancieren oder drüber Springen eignen sich hervorragend. Wechselt man auch einmal die Route kann der Hund auf dem neuen Weg auch neue Gerüche entdecken. Durch die eingebrachte Abwechslung erkennt der Hund, bei Herrchen ist es immer spannend, hier bleibe ich. Er wird sich automatisch nicht weit wegbegeben und hören wenn der Ruf dafür erfolgt. Abwechslung ist das A und O.