Vier Regeln, die wir bei der Erziehung eines Hundes immer beachten müssen

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

  1. Einfache Vokabeln verwenden
  2. Konsequenz im täglichen Umgang
  3. Richtige Beschäftigung mit dem Hund
  4. Unterbindung des Manipulationsverhaltens oder des unterschwelligen Dominanzverhaltens

Alle Regeln stehen gleichberechtigt nebeneinander. Einhaltung der Regeln im Alltag bringt den Erfolg der Erziehung. Nicht nur der Hund muss lernen, sondern auch der Mensch. Am Anfang der Hundeerziehung fällt es jedem Menschen schwer, die Stimme richtig einzusetzen. Er muss lernen, durch einfache Sprache und eindeutige Körpersprache sich verständlich zu machen. Das kann manchmal sehr mühsam und anstrengend sein. Aber es lohnt sich immer.

Erziehung besteht aus agieren und reagieren. Gehorsam erreichen wir nur durch tägliche Wiederholungen der Übungen und durch Konsequenz im täglichen Umgang mit dem Hund. Der Hund sollte sich immer nach dem Menschen richten, frei von Zeiteinteilungen, z. B. von Futtergabe und Spaziergängen, frei von unterschwelligem Dominanzverhalten und Manipulationsverhalten. Hunde sind gute Beobachter und lernen, Ton und Stimmungen des Menschen in bestimmten Situationen zu entschlüsseln und reagieren stark darauf. Der Hund sollte immer mit sehr hoher und freudiger Stimme gerufen werden. Er kommt dann eher, als wenn ein gelangweiltes “zu mir” ertönt. Wo so viel Spaß ist, da will er auch hin. Eine freudige Begrüßung darf dann nicht fehlen.

Ein Hörzeichen muss immer kurz (max. drei Worte) sein und wird immer nur einmal gegeben. Darauf sollte man achten, wenn man möchte, dass der Hund zuverlässig hört. Wird der Mensch vom Hund ignoriert, muss dieser sofort reagieren. Einfache Hörzeichen sind wichtig. Für jede Übung nur einfache Vokabeln verwenden. Ohne Konsequenz wird man nie einen zuverlässigen und erzogenen Hund haben. Konsequenz heißt, alles, was man vom Hund fordert, sofort durchzusetzen sowie täglich Wiederholung des Gelernten. Es genügt nicht, nur einmal in der Woche “Sitz” zu üben, es muß schon mehrmals täglich sein. Nur dann ein Hörzeichen geben, wenn man sich sicher ist, dieses durchzusetzen, z. B. tollt der Hund mit Artgenossen, ist die Durchsetzung eines Befehls zumeist aussichtslos. Hat man mal keine Zeit oder keine Lust, oder es ist peinlich, ein Hörzeichen durchzusetzen, so sollte man es erst gar nicht verlangen. Der Hund lernt dadurch nur, den Befehl nicht ernst zu nehmen oder jederzeit aufheben zu können. Wenn er sitzen bleiben soll, muss er jedesmal korrigiert werden, wenn er sich erhebt. Gehorchen muss zur Gewohnheit werden. Es kann zur Gewohnheit werden, wenn es oft genug verlangt wird.

Gelobt wird immer direkt nach einer erfolgreichen Übung, bzw. bei richtigem Verhalten. Der ständige Wechsel zwischen freudigem Lob und ernster Korrektur muss geübt werden.

  • Stimme richtig einsetzen
  • Einfache Hörzeichen
  • Hörzeichen nur einmal geben
  • Nur verlangen, was man auch durchsetzen kann
  • Verstärkung im richtigen Moment, d. h.
    • loben oder korrigieren
    • Leckerli einsetzen

BEI BEACHTUNG DIESER REGELN HAT MAN NICHT NUR EINEN KNECHT ALS HUND SONDERN EINEN FREUND.