Sozialisierung

Wilma Warfen Aktuelle Themen, Interessantes, Wissenswertes

Immer wieder ist das Wort Sozialisierung oder Sozialsierungsphase in den Mündern der Hundebesitzer. Doch was es genau mit dieser Sozialisierung auf sich hat, wissen viele Hundebesitzer nicht. Dabei ist es eine wichtige Phase im Leben der Hunde, wenn nicht sogar die wichtigste

Die Sozialisierungszeit beginnt bereits im Welpenalter bei der Mutterhündin und den Geschwistern (ca. 3.-max 16-20. Lebenswoche). Dort lernen die kleinen Hunde, wie sie sich richtig unter Artgenossen zu verhalten haben. Sie erlernen mit den anderen zu kommunizieren. Doch auch der erste Kontakt mit dem Menschen findet in dieser Zeit statt. Auch dieser prägt die Kleinen massiv und sollte daher immer positiv verknüpft werden. Der Züchter oder die Züchterin hat dabei eine wichtige Rolle. In dieser ersten Zeit wird festgelegt, wie der Welpe auf die große weite Welt draußen zugeht. Lernt er dann einige wichtige Dinge nicht kennen, wie Artgenossen oder kleine Umweltreize, kann dies Defizite in seiner Entwicklung hervorrufen. Hunde die also zu Beginn ihres Hundelebens nicht viel kennenlernen oder gar abgeschirmt aufwachsen von der Welt, haben meist Probleme im Leben. Sie wissen und können sich nicht richtig verhalten. Dies liegt daran, weil sie es nie richtig gelernt haben.

Die Sozialisierung ist also noch entscheidender für den Hund als die Erziehung. Ist der Hundewelpe allein ohne andere Hunde also auch keine Geschwister und die Mutterhündin aufgewachsen, wird er ein richtiges Verhalten zu anderen Hunden nicht erlernen und sich möglicherweise aggressiv oder ängstlich verhalten. Dies kann auch eine Erziehung nicht wegmachen. Ähnliches gilt beispielsweise für Hunde, die nichts an Umwelteinflüssen kennengelernt haben und nur in einer dunklen Kammer waren. Sie werden Schwierigkeiten im Alltag haben und eventuell auch nicht so schnell lernen.

Ein gut sozialisierter Hund ist daher schon beim Züchter wichtig. Aber auch die neuen Hundebesitzer müssen diese Sozialisation in der Hundeschule und im Alltag weiter ausbauen. Aber es sollte langsam vorgegangen werden, um den kleinen Hund nicht zu überfordern. Schritt für Schritt sollte er unterschiedliche Dinge kennenlernen. So kann er zu einem selbstbewussten Hund heranwachsen.