Schau’ mir in die Augen, Kleines (Teil 2)

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

Im ersten Teil haben wir “den ersten Blickkontakt” beschrieben. Diese Übung sollte erstmal gefestigt werden, wenn der Hund sitzt, aber auch, wenn er liegt!

Jetzt beobachten wir oft, dass der liegende Hund aufsteht, wenn er angesprochen wird. Das hat meistens damit zu tun, dass der Name unseres Vierbeiners doch vor ein Hörzeichen gesetzt wird, oder nach der Ansprache fehlt das Lob, und der Hund wird mit dem Hörzeichen “über- fallen”, d. h. der Hundeführer setzt sich gleichzeitig mit dem Hörzeichen in Bewegung. Ihr solltet euch einmal genau beobachen, wie euer “Losgehen” eigentlich aussieht. Ist es für den Hund wirklich ganz klar?

Bevor der Hund ein Hörzeichen bekommt, spreche ich ihn immer an (für die Aufmerksamkeit) und lobe anschließend. Erst dann, wenn der Hund mich  anschaut, bekommt er das Hörzeichen.

Jetzt wäre es ja schön, wenn der Hund mich auch im Gehen anschaut. Dies üben wir auch, indem wir, bevor unser Hund das Futter bekommt, die Hand unter das Kinn ziehen. Nur, viele Hundführer bekommen die Hand mit dem Futter garnicht vom Kinn weg, das nennen wir dann die “Herzkrankengeste”. Aber wir wollen ja nicht immer so durch die Gegend laufen, sieht ja auch ein bisschen blöd aus. Also, liebe Hundeführer, traut euch mal, euren Hund mit Stimme und über Körpersprache zu motivieren und euch interessant zu machen. Diese Themen haben wir bereits unter “Aktuelles” besprochen.

Wenn dies alles schön geübt und konditioniert ist, werdet ihr feststellen, dass euer Hund auch im Gehen euren Blick sucht. Kleinere Hunde kommen dann oft ins “Vorprellen”, aber sie können euch dann einfach besser in die Augen schauen. Achtet also bitte auch darauf, dass keine riesigen Futterbeutel, ausgebeulte Westentaschen oder sonstiges den Blick in die leuchtenden Augen eures Hundes behindern.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema stehen euch eure Trainer gern zur Verfügung!