Neuer Impfstoff gegen die Borreliose

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Borrelien sind schraubenförmige Bakterien, die von Zecken beim Saugakt übertragen werden. Zecken leben im Gras, Gestrüpp und Unterholz bis zu einer Höhe von 1,50m.In Deutschland sind mittlerweile bis 35% der Zecken Borrelienträger. Männchen, Weibchen, sowie die Jugendstadien (Larven und Nymphen) saugen Blut. Die Übertragung auf den Hund findet 24-48h nach dem Biss statt.

Symptome der Borreliose: im akuten Stadium bekommen die Hunde Fieber, sind matt und lahmen mal auf diesem, dann auf dem anderen Bein. Manchmal fehlen die Symptome oder sind so mild, dass die Infektion übersehen wird. Außerdem fehlt die beim Menschen typische Wanderröte. Im chronischen Stadium kommt es zu den schmerzhaften Gelenksentzündungen und anderen Organveränderungen (Niere). Die Prognose ist umso besser, je früher die Behandlung erfolgt. Das Mittel der Wahl ist das Antibiotikum Tetracyclin. Trotzdem können Resterreger im Körper verbleiben und bei schlechter Immunlage kann die Krankheit erneut ausbrechen.

Prophylaxe: Es gibt jetzt eine wirksame Impfung. Da es sehr viele Arten von Borrelien gibt, ist es wichtig, dass der Impfstoff Preventic diese zu 80% abdeckt. Die Borrelien schlummern im Darm der Zecke und wandern erst beim Saugakt in deren Speicheldrüsen. Der Impfstoff bewirkt eine Zerstörung der Bakterien im Zeckendarm, so dass gar keine Übertragung auf den Hund stattfindet. Das Impfschema sieht wie folgt aus: Erste Impfung im Alter von 12 Wochen, die zweite mit 16 Wochen. Dann folgen noch zwei Impfungen im Abstand von 6 Monaten. Nun ist die Grundimmunisierung abgeschlossen und es reicht dann einmal jährlich. Begonnen wird im Herbst, damit der Hund zu Beginn der Zeckensaison schon Antikörper hat. Trotzdem darf man nicht auf Zeckenhalsbänder oder Spot-on Präparate verzichten, da Zecken auch andere Krankheiten übertragen (Anaplasmose, Ehrlichiose).

Übrigens werden Zecken schon bei 10°C aktiv.