Lob und Korrektur bei der Arbeit mit dem Hund

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

Um dem Hund zu erklären, ob er etwas falsch oder richtig macht, arbeiten wir mit einem Lob- bzw. Korrekturwort. Das Lobwort kann z. B. prima, super, fein, gut sein, aber bitte nicht alles hintereinander, sondern wir beschränken uns auf eines.

Ein Korrekturwort wäre z. B. laß es, pfui oder nein, wobei das “Pfui” am optimalsten ist, weil wir es in unserem Alltag nicht so oft gebrauchen.

Wichtig ist, dass in der Verknüpfungszeit des Hundes (2 Sekunden) gelobt oder korrigiert wird, das heißt, wenn der Hund im falschen oder im richtigen Verhalten ist.

Was bedeutet ein Lob- oder Korrekturwort?
Das Korrekturwort, im richtigen Moment gesagt, bedeutet: “Stelle diese Handlung ein”. Dies gilt, wenn der Hund während der Arbeit schnüffelt, ein Hör- oder Sichtzeichen nicht ausführt oder ein sonstiges unerwünschtes Verhalten zeigt.

Das Lobwort bedeutet: “Das ist richtig”, aber auch “mach weiter so”, das bedeutet, dass wir mit dem Lobwort den Hund in seinem richtigen Verhalten stabilisieren.

Ganz wichtig ist es, den Hund auch zu loben, wenn er auf das Korrekturwort reagiert und die unerwünschte Handlung einstellt. Er befindet sich dann ja schließlich wieder in einem erwünschten Verhalten.

Vielleicht versteht der Hund mich nicht, muss ich dann lauter werden?
Natürlich sind wir nicht begeistert, wenn aus unserem Mund nichts anderes als “Nein” kommt, nur sollten wir unsere Stimmlage nicht verändern. Während wir immer mit freundlicher, hoher Stimme loben, sollten wir nicht laut und barsch korrigieren, ausgenommen, wir korrigieren immer so. Der Hund erkennt an unserem “Geräuschpegel” unsere Stimmungslage. Dies bezieht sich natürlich nur auf die Arbeit, will unser Vierbeiner z. B. etwas Verbotenes fressen, darf das Korrekturwort auch etwas lauter kommen. Gerade beim Korrigieren lassen sich die menschlichen Regungen nicht immer so einfach abstellen, aber immerhin hat Hundeerziehung auch ganz viel mit Selbstbeherrschung zu tun.

Nur, wenn Lob und Korrektur in der Verknüpfungszeit des Hundes liegen, hat er auch die Möglichkeit zu lernen, was diese Wörter bedeuten.