Leishmaniose

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Was ist Leishmaniose?
Eine Infektionserkrankung, die durch Parasiten (Leishmanien) hervorgerufen wird. Die Erreger (Leishmanien) befallen die weißen Blutkörperchen im Knochenmark und schädigen die Organe, besonders Leber, Milz und Nieren. Sie kommt im gesamten Mittelmeerraum vor (Frankreich, Süddeutschland, Schweiz, Osteuropa, evtl. Österreich), mittlerweile aber auch in Deutschland.

Wie bekommt mein Hund Leishmaniose?
Wichtigster Überträger ist die Sandmücke (s. Foto), aber auch die Übertragung über die Plazenta im Mutterleib ist bekannt, ist jedoch nicht zwangsläufig. Übertragungen Tier/Tier oder Tier/Mensch wurden bisher nicht nachgewiesen.

Wie erkenne ich eine Erkrankung?
Leishmaniose-Hunde haben oft offene Ekzeme, in deren WUNDSEKRET Leishmanien nachweisbar sind. Erste, sehr unspezifische Symptome können Durchfall, Lahmheit, allgemeine Trägheit und Appetitlosigkeit, begleitet von schleichendem Gewichtsverlust sein. Die Tiere vertragen Hitze schlecht, ermüden leicht und hecheln viel.

Spezifische Symptome:

  • Ausfransen der Ohren (Einreißen der Ohrränder)
  • Hautveränderungen (offene kleine Hautwunden zuerst an der Innenseite der Ohren)
  • Überlange Krallen (beschleunigtes Krallenwachstum)
  • Augenveränderungen (am häufigsten Entzündung der Augenlider in Zusammenhang mit Hautläsionen im Gesicht)
  • Haarausfall
  • Verkümmerte Gesichtsmuskulatur
  • Lymphknotenschwellung
  • Nasenbluten
  • Geruch (Tiere im fortgeschrittenen Stadium können einen faulig oder kotig erscheinenden Geruch absondern)
  • Innere Probleme
  • Anämie (Kontrolle über die Schleimhäute)
  • Leber-, Milz- und Nierenschäden

Wie wird mein Hund bei Leishmaniose behandelt?

    • BLUTUNTERSUCHUNG
      Im Blut sind Leishmanien schwer nachzuweisen, daher wird dort nur nach Antikörpern gesucht, die das Tier nach einer gewissen Zeit gegen die Erreger bebildet hat.
    • ANTIKÖRPERTEST
    • KNOCHENMARK UND LYMPHKNOTEN

Dort halten sich Leishmanien vermehrt auf und können dort eher nachgewiesen werden.

  • MIKROSKOPIE
  • CHEMOTHERAPIE mit Injektionen/Infusionen

Ist die Leishmaniose für Menschen gefährlich?
Die Leishmanien sind theoretisch infektiös, wenn sie direkt vom Ekzem in das Blut oder eine Wunde von Tieren und Menschen gelangen. An der Luft sind sie jedoch nicht lebensfähig, sobald also Wundsekret an Gegenständen hängenbleibt oder auf den Boden tropft, ist die Infektionsgefahr vorbei, sobald es antrocknet. Für Erwachsene ist die europäische Form relativ ungefährlich außer bei Immunerkrankungen (AIDS). Ein erhöhtes Risiko haben Diabetiker und Transplantationspatienten sowie Kinder unter 5 Jahren.

Quelle: www.inselhunde.de