Komm und spiel‘ mit mir – Teil 3

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

In den ersten beiden Teilen sind wir auf die “Spielregeln”  beim Spielen mit dem Hund eingegangen. Ebenso haben wir darüber geschrieben, was alles im Spiel passieren kann. Beachtet aber, dass das nur ein paar Auszüge waren. Sollten in eurem Spiel irgendwelche Situationen entstehen, die euch komisch vorkommen, scheut euch nicht, euren Trainer darauf anzusprechen. Wir stehen euch gern unter-stützend zur Seite!

Aber was genau passiert eigentlich beim Spielen?
Ganz einfach… wir simulieren die Jagd, das heisst, hetzen, packen und töten der Beute. Sicherlich hat euer Vierbeiner  sich sein Spielzeug schonmal fröhlich um die Ohren gehauen. Das wäre dann das Töten der Beute durch Genickbruch. Kommt der Hund mit dem Spielzeug zu uns, “streiten” wir mit ihm um die Beute. Daran scheinen sie besonderen Spaß zu haben. Jetzt ahnt ihr vielleicht schon, warum ein Ball kein so günstiges Spielzeug ist. Wir haben zwar die Jagd an sich, aber das anschließende Streiten fällt völlig weg.

 

Für das ganze Spielen gilt: wir imitieren die Beute! Das kann eine Maus, ein Eich- hörnchen, ein Vogel, aber auch ein größeres Tier sein. Die Spielhaltung sollte sich immer “eine Etage tiefer” befinden, das bedeutet, dass wir etwas in die Knie gehen. Beim Imitieren denkt daran, die Beute wartet nicht darauf, dass sie irgendwann gepackt und getötet wird! Sie macht Geräusche, bewegt sich hin und her, flüchtet oder greift sogar an. Dies alles sollten wir ins Spiel einbauen, damit es nicht immer gleich abläuft, dann nämlich wird es für den Hund uninteressant, und er weiss schon, was als Nächstes kommt.

Da das Spielen Spaß machen soll, sprecht mit freundlicher Stimme mit dem Hund und werdet nicht laut, der Hund hat ein sehr gutes Gehör. Unerwünschtes Verhalten wird ignoriert oder das Spiel wird abgebrochen (siehe: Komm und spiel‘ mit mir – Teil 2), richtiges Verhalten wird überschwänglich gelobt.

 

Vermeidet beim Spiel das “Tauschen” mit Futter, ausser, es ist so mit eurem Trainer abgesprochen. Wenn dies nämlich zur Regel wird, d. h. der Hund bekommt Futter, wenn er euch “die Beute” bringt, wird er sie euch irgendwann vor die Füße spucken und sein Futter einfordern. Der Hund soll schliesslich mit euch spielen wollen, ein wünschenswertes Bild wäre, wenn er mit leuchtenden Augen und wehenden Ohren schnellstens zu euch kommt! In diesem Sinne, viel Spaß beim Spielen!