Komm und spiel‘ mit mir – Teil 2

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

Ihr bestimmt den Anfang und das Ende des Spiels, womit und wie lange gespielt wird. Dies ist eine Grundregel für das Spielen mit eurem Hund.

Wichtig ist auch, dass das Spiel abwechslungsreich ist und nicht zu lange dauert. Hört möglichst auf zu spielen, bevor euer Hund das Interesse verliert und das Spiel selbst beendet. Dies nur noch einmal zur Wiederholung.

Ihr solltet kein Spiel beginnen, wenn es sehr heiß ist oder der Hund gerade gefressen hat.

Während des Spiels kann das ein oder andere Problem auftreten, z. B. der Hund lässt sich gar nicht oder schwer animieren. Dann sprecht bitte euren Trainer an, dies kann verschiedene Ursachen haben.

Der Hund läuft zwar freudig zum Spielzeug, schnappt es sich dann aber und „bringt es in Sicherheit“. Unser Vierbeiner sollte mit dem Spielzeug direkt und freudig zu uns zurückkommen. Hilfreich ist in diesem Fall z. B. eine Leine, die entweder am Hund oder am Spielzeug befestigt wird. So können wir uns den Hund „heranangeln“  und ein Zerrspiel beginnen. Wenn unser Vierbeiner erst mal verstanden hat, dass der Spaß so richtig losgeht, wenn er mit dem Spielzeug zu uns kommt, wird er dies nach intensivem Training auch gern machen. Holt euch hierzu bitte auch die Unterstützung eures Trainers.

Die Stimmung im Spiel verändert sich. Der Hund zeigt z. B. ängstliches Verhalten, klemmt die Rute ein, leckt sich ständig über die Nase. Überprüft eure Körpersprache, wart ihr vielleicht ständig über den Hund gebeugt, seid ihr ärgerlich geworden? Für unsere Hunde sind das Bedrohungen, und er zeigt beschwichtigendes Verhalten. Legt eine kurze Pause ein und fordert ihn dann wieder zum Spielen auf.

Der Hund fängt an zu knurren und meint es auch ernst. Es gibt Hunde, die ständig während des Zerrspiels knurren. Ihr werdet aber unterscheiden können, ob es ernsthaft ist oder nicht. Hier wird das Spiel sofort beendet.

Der Hund beißt während des Spiels in die Hand oder in die Kleidung. Ein solches Verhalten ist grundsätzlich unerwünscht, das Spiel bitte sofort abbrechen.

Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, was in einem Spiel entstehen kann. Ihr seht also, auch hier ist unsere Körpersprache ganz wichtig. Hunde untereinander können sich wesentlich besser lesen, die Beschwichtigungssignale werden schneller erkannt und die Stimmung entschärft. Wir Menschen müssen dies erst lernen. Beobachtet euren Vierbeiner aufmerksam, dann werdet ihr seine Signale auch schnell erkennen.

Damit der Hund nicht das Interesse am Spielzeug verliert, überlasst es ihm nicht zur ständigen Verfügung. Spielen soll er ja schließlich gemeinsam mit euch!