Insektenstiche bei Hunden

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Zu den Insekten, die uns in diesem Zusammenhang interessieren, zählen Bienen, Wespen und Hornissen. Anders als bei den Zecken- und Sandmückenbissen spielt hier die Übertragung von Krankheitserregern keine Rolle, sondern das unmittelbare Gift der Insekten. Während das Bienengift die roten Blutkörperchen zerstört, schädigen Wespen und Hornissen zusätzlich das Nervensystem. Der Bienenstachel besitzt einen Widerhaken und muss deshalb mit einer Pinzette entfernt werden. Wie stark diese Gifte wirken hängt von vielen Faktoren ab: Alter und Größe des Hundes, Anzahl und Ort der Stiche und evtl. auftretende Allergien.

Wenn Hunde gestochen werden, jaulen sie meist auf, lecken und kratzen an der Stichstelle. Die Haut bildet eine gerötete Quaddel. Die Behandlung erfolgt genau wie beim Menschen: Kühlen mit Eis oder ähnlichem, Juckreiz- und entzündungshemmende Salben, Teebaumöl, Zwiebelsaft. Wird der Stich früh genug bemerkt, kann man das Gift mittels einer kleinen Vakuumpumpe heraus saugen.

Komplikationen:
An heißen, schwülen Tagen können sich aus kleinsten Hautläsionen wie Insektenstichen, eitrige Hautentzündungen bilden, die durch Belecken in Windeseile größer werden. Man nennt sie hot spots. Dann muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Stiche in der Maulhöhle des Hundes sind häufig. Welpen fangen Insekten im Spiel, erwachsene Hunde verschlucken sie leicht mit Nahrung. Die Schwellung kann zum Ersticken führen, deshalb ebenfalls sofort zum Tierarzt. Je nach Schwere des Falles genügen abschwellende Spritzen, oder es muss ein Luftröhrenschnitt gemacht werden. Eine ernst zu nehmende Komplikation ist eine allergische Reaktion. Man nennt sie Urtikaria oder Nesselfieber. Es bilden sich Quaddeln begrenzt oder am ganzen Körper. Im schlimmsten Fall schwellen Kopf (Nilpferdkopf), Kehlkopf und die Gliedmaßen an. So entsteht innerhalb weniger Minuten eine Atemnot. Auch in diesem Fall ist tierärztliche Hilfe nötig. Glucocorticoide schaffen Hilfe. Sind Kreislaufstörungen vorhanden, müssen auch diese behandelt werden.

Vorbeugend sollte man zuhause die Fenster schließen, wenn die Tiere alleine sind und unter Aufsicht füttern.