Hundehaftpflicht und Rassewechsel

Anni Warfen Aktuelle Themen, Wissenswertes

Deutschland gilt als haustierfreundlich. Eine Tatsache, an der selbst Statistiker nicht zweifeln. Schließlich leben zwischen Rhein und Oder Katzen und Hunde in Millionen von Haushalten. Und wer einmal die Liebe zu einem Vierbeiner entdeckt, kann sich dessen Anziehungskraft nur schwer entziehen. Allerdings erreichen Hunde nicht das Lebensalter ihres menschlichen Besitzers.

Eine Tatsache, mit welcher sich Halter früher oder später immer wieder konfrontiert sehen. Was kommt nach dem Ableben des geliebten Hundes? Viele Halter füllen die Lücke umgehend mit einem Welpen. Immer wieder kommt es dabei vor, dass die Rasse gewechselt wird. Wer eine Hundehaftpflicht für den alten Hund abgeschlossen hat, muss an dieser Stelle einiges beachten.

Rasse als Beitragsgrundlage in der Hundehaftpflicht
Denn die Rasse dient dem Versicherer als Berechnungsgrundlage für den Beitrag. Aufgrund von Erfahrungswerten usw. gelten einige Rasse aus Assekuranzsicht teurer als andere Hunderassen. Wird die Meldung über den Wechsel der Hunderasse an die Hundehaftpflicht nicht weitergeleitet, kann es im Versicherungsfall durchaus zu Schwierigkeiten kommen.

Ein mögliches Szenario: Die Hundehaftpflicht reguliert den Schaden, aber nur auf Basis der alten Berechnungsgrundlagen. Der Halter müsste in diesem Fall einen Teil der Kosten aus eigener Tasche tragen. Wesentlich schwerer für den Halter wiegt die zweite Möglichkeit. Die Versicherung verweist auf einen Verstoß der Obliegenheitspflicht – und verweigert die Schadensregulierung ganz. Es ist Hundehaltern daher zu empfehlen, sich im Fall des Rassewechsels mit der Hundehaftpflicht in Verbindung zu setzen.

Schwierigkeiten können insbesondere drohen, wenn zum Beispiel von einem Labrador auf einen Pitbull oder Staffordshire Bullterrier. Beide gelten allgemein als Kampfhunde und sind auch in der Vergangenheit bereits negativ in Erscheinung getreten. Halter, die aus Tierliebe und Mitleid Hunde aus dem Mittelmeerraum importiert, sollte auch hier auf die Rasseproblematik in der Hundehaftpflichtversicherung achten. Ein wichtiger Punkt ist in jedem Fall eine ausreichend hohe Deckungssumme für die Hundehaftpflichtversicherung. Dies gilt sowohl für Personen- wie auch Sachschäden.

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