Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln

Anni Warfen Aktuelle Themen, Urlaub mit dem Hund, Wissenswertes

Gerade in letzter Zeit finden wir in der Presse und im Fernsehen Berichte, in denen das Thema “Hund in Bus und Bahn” diskutiert wird. In unserer Hundeschule hören und erleben wir die abenteuerlichsten Geschichten, aber so richtig klar ist uns eigentlich nicht, was wir beachten müssen, wenn wir mit unserem Vierbeiner unterwegs sind.

Aus diesem Grund haben wir uns einmal durch den “Paragraphen-Dschungel” gearbeitet.

Laut Presse gibt es die ein oder andere neuere Regelung, die aber noch nicht offiziell bestätigt wurden. Folgendes also unter Vorbehalt:

Der Hund im Bus
Grundsätzlich gilt, daß ein Anspruch auf Beförderung von “Sachen” (als solches gilt unser Hund) nicht besteht. Sie werden bei gleichzeitiger Mitfahrt des Fahrgastes und nur dann befördert, wenn dadurch die Sicherheit und Ordnung des Betriebes nicht gefährdet und andere Fahrgäste nicht belästigt werden. Das Betriebspersonal entscheidet im Einzelfall, ob “Sachen” zur Beförderung zugelassen werden und an welcher Stelle sie unterzubringen sind.

Das heißt für uns und unseren Hund:
Für jedes mitgeführte Tier ist eine Einzelfahrkarte zum Preis für Kinder (6 – unter 14 J.) zu lösen. Die Fahrpreise unterscheiden sich je nach Region.

Blindenhunde, die eine blinde Person begleiten, werden unentgeltlich befördert. Hunde werden nur unter Aufsicht einer hierzu geeigneten Person befördert. Hunde, die Mitreisende gefährden können, müssen einen Maulkorb tragen. Kleintiere, bzw. auch kleine Hunde, die sich in Behältern befinden, werden frei befördert, sofern nicht der Behälter nach den bestehenden Bestimmungen entgeltpflichtig ist. Tiere dürfen nicht auf Sitzplätzen untergebracht werden.

Quelle: www.stadtverkehr-luebeck.de

Der Hund in der Bahn
Für einen größeren Hund, der nicht im Transportbehältnis als Handgepäck transportiert werden kann, muss der gleiche Fahrpreis wie für zahlungspflichtige Kinder von 6 bis unter 15 Jahren gezahlt werden. Diese Regelung gilt sowohl für den Normalpreis als auch für die Sparpreise.

Kleine Hunde (bis zur Grösse einer Hauskatze) können im Transportbehälter dagegen unentgeltlich mitgenommen werden. Aus Sicherheitsgründen müssen größere Hunde an der Leine geführt werden und einen Maulkorb tragen.

Blindenführhunde und Begleithunde eines schwerbehinderten Menschen sind vom Maulkorbzwang ausgenommen.

Die Online-Buchung von Fahrkarten für Hunde ist nicht möglich, auch können keine Sitzplätze reserviert werden. Bei internationalen Reisen muß für Hunde grundsätzlich der Kinderfahrpreis 2. Klasse gezahlt werden.

Quelle: www.bahn.de