Hunde in Gewässern

Anni Warfen Aktuelle Themen, Urlaub mit dem Hund, Wissenswertes

Endlich steigen die Temperaturen, und bei größerer Hitze steuern wir mit unseren Vierbeinern gern mal Gewässer an, um für Abkühlung zu sorgen. Was bei großer Hitze zu beachten ist, haben wir bereits thematisiert, aber auch beim Baden mit dem Hund gibt es Dinge, die ihr unbedingt beachten solltet!

Die Gewässer:
Grundsätzlich solltet ihr Vorsicht walten lassen, wenn ihr euren Hund in einem unbekannten Gewässer baden lassen möchtet. Ihr wisst nicht, wie tief das Wasser ist und vor allem, was sich darin befindet! Achtung bei stehenden Gewässern! Mit den Temperaturen steigt auch die Belastung der Gewässer mit Bakterien, Viren und Einzellern. Insbesondere Fäkalkeime sind Erreger klassischer Wasserseuchen. Diese können vom Hund durch das Trinken oder Baden über kleine Hautwunden, Augen, etc. aufgenommen werden und zu Wundinfektionen und Durchfall führen. Sind Gewässer bereits mit einer hohen Anzahl von Fäkalkeimen belastet, sind sie häufig zusätzlich von einer sprunghaften Vermehrung der so genannten Blaualge betroffen. Dieser zur Cyanobakterien gehörende Keim produziert hochpotente Gift- und Reizstoffe, die zu Augenentzündungen, Fieber und Durchfall führen können.

Eine ernstzunehmende Gefahr geht zudem von einer anderen Bakterienart, den Leptospiren, aus. Die Übertragung erfolgt durch den Urin bereits infizierter Tiere – vor allem Ratten und Mäuse, aber auch Hunde, Katzen, Schafe, Pferde und Rinder.
Der Erreger gelangt durch die Ausscheidung der Tiere in Pfützen, Seen, Tümpel und feuchte Böden. Über kleinste Hautverletzungen oder die Schleimhäute wird er beim Baden oder Trinken aufgenommen. Sind die Leptospiren in die Blutbahn eingedrungen, befallen sie vorwiegend Nieren, aber auch die Leber und andere Gewebe und rufen schwere, häufig unwiderrufliche Schäden hervor. Die Hunde sollten daher unbedingt gegen Leptospirose geimpft werden, da sich auch Menschen mit dieser Krankheit infizieren können!

Quelle: www.hundesalon.org

Sicherheit für den Hund:
Lasst euren Hund, wenn er sehr erhitzt ist, nicht gleich ins Wasser springen. Wie bei uns Menschen würde das den Kreislauf zu sehr belasten. Lasst den Hund zuerst nur mit den Pfoten ins Wasser gehen und waten.

Ist euer Hund eine richtige Wasserratte, legt ihm zum Baden lieber ein Halsband an. Durch die Nässe können sich Geschirre weiten und der Hund könnte sich beim Schwimmen mit den Hinterläufen darin so verfangen, dass ein Fortbewegen unter Umständen nicht mehr möglich ist.

Beim Baden in fließenden Gewässern sollte ihr die Strömung nie außer Acht lassen! Häufiges Schwimmen gegen die Strömung ist anstrengend. Vergewissert euch, dass euer Hund sicher an Land kommen kann, bevor ihr ihn ins Wasser lasst.

Bei Hunderassen mit platter Schnauze ist es aufgrund der Atmungsprobleme ratsam, eine Schwimmweste zu benutzen.