Gefährlicher Hund beim einmaligen Beißen

Anni Warfen Aktuelle Themen, Wissenswertes

Zur Feststellung der Gefährlichkeit eines Hundes reicht es regelmäßig aus, dass er einen anderen Hund gebissen hat.

Es bedarf nicht etwa noch der weiteren Prüfung, ob das dabei von dem Hund gezeigte Verhalten eine gesteigerte Aggressivität bzw. eine über das natürliche Maß hinausgehende Angriffslust aufweist.

Zu berücksichtigen ist grundsätzlich jede Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit des gebissenen Hundes unabhängig von der Schwere. Außer Betracht bleiben nur ganz geringfügige Verletzungen wie etwa einzelne herausgerissene Haare oder sehr kleine oberflächliche Kratzer. Damit ist die Ordnungsbehörde verpflichtet, die entsprechenden Anordnungen (Leinenzwang, etc.) zu erlassen.

Oberverwaltungsgericht Lüneburg,
AZ: 11 ME 423/11

Grundsätzlich sollte man seine Ansprüche nicht ohne rechtlichen Beistand verfolgen, gleiches gilt naturgemäß für die Verteidigung gegen vermeintliche Ansprüche.

Hilfe bei der Anwaltssuche bietet der Deutsche Anwaltsverein unter

www.anwaltsauskunft.de

Quelle: Pinscher & Schnauzer Ausgabe 6-2015