Gefährliche Begegnung: Igel, Kröte, Kreuzotter

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Wenn der Hund einen Igel entdeckt, bellt er ihn an, oder er greift ihn. Beide Tiere können sich dabei verletzen. Der Igel hat oft kleine Verletzungen von den Hundezähnen. Wenn Fliegen anschließend ihre Eier in die Wunden legen und die Maden schlüpfen, ist dies für den Igel lebensbedrohend. Die Maden fressen den Igel bei lebendigem Leibe auf. Natürlich können die Stacheln die Hundeschnauze, das Maul und besonders die Augen des Hundes verletzen. Beide Tiere sollten nach dem Kontakt gründlich untersucht werden. Bei Verletzungen muss der Tierarzt aufgesucht werden. Da Igel immer Parasiten haben, vor allem Flöhe, sollten Sie Ihren Hund mit einem Spot-on Präparat behandeln.

Kröten besitzen hinten am Kopf Drüsen, die Hautgifte produzieren. Damit schützt sich die Kröte vor Fressfeinden. Diese Gifte sind herzwirksam, wie das Digitalis des Fingerhuts, haben Blutdrucksteigernde und lähmende Wirkung. Wenn der Hund die Kröte ins Maul nimmt, entsteht durch die ätzende Wirkung ein starker Schmerz, so dass er sie kaum verschlucken wird. Er wird stark speicheln, fast schäumen. Das Maul schwillt an. Erste Hilfe besteht darin, die Maulhöhle auszuwaschen. Das geht am besten mit einem Schlauch, aber Vorsicht, damit der Hund sich nicht verschluckt. Kopf tief halten. Eine Cortisonspritze lässt die Symptome rasch abklingen und verhindert allergische Reaktionen. So dramatisch, wie die Begegnung Hund und Kröte auch aussieht, ist sie zwar schmerzhaft, aber doch recht harmlos.

Anders sieht es bei einem Schlangenbiss aus. Kreuzottern sonnen sich bevorzugt in der Heide, Hochmoorlandschaften, Steinbrüchen und im Totholz. Die Auswirkung hängt ab von der Lokalisation des Bisses und der Größe des Hundes. Wenn der Hund die Schlange aufspürt, wird er meist in den Kopf oder die Vorderbeine gebissen. Die Stelle schwillt rasch an. Erste Hilfe in diesem Fall,  heißt ruhigstellen, also das Bein schienen, das Tier tragen. Aber wer kann das schon? Das sagt sich so schön. Jedenfalls so ruhig wie möglich, nicht abbinden! So schnell, wie möglich zum Tierarzt!! Am wirksamsten ist die intravenöse Gabe von Schlangengiftserum. Wichtig ist die Kreislaufstabilisierung per Dauertropf und ein Antibiotikum. Homöopathische Unterstützung mit Lachesis D4 und Apis D4, eine Woche lang.

Übrigens hat nicht jede Kreuzotter das Zickzackmuster. Aber alle haben schlitzförmige Pupillen, die senkrecht verlaufen!