Flohbefall des Hundes

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Flöhe zählen zu den Insekten. Sie sind flügellos und leben parasitär, indem sie Blut saugen. Es gibt ganz viele Arten, den Menschen-,Hunde-, Katzen-, Igelfloh usw. Am liebsten mögen sie ihren spezifischen Wirt, wenn der aber nicht vorhanden ist, befallen sie auch fremde Wirte. Deshalb wurde im Mittelalter die Pest vom Rattenfloh auf den Menschen übertragen, und das ist der Grund, dass wir Hundebesitzer auch mal Opfer eines Hundeflohs werden.

Der Hundefloh ist 2-4mm lang und seitlich abgeplattet, so dass er auch durch dichtes Fell streifen kann. Er kann 50 cm hoch springen. Beide Geschlechter saugen Blut. Sie lieben eine Temperatur von 25°C und hohe Luftfeuchtigkeit. Hitze und Trockenheit vertragen sie nicht. Die Weibchen legen Eier, die zu Larven, dann zu Puppen und schließlich zum Floh werden. Ein weiblicher Floh kann bis zu 2000 Eier legen. Die meisten Flöhe sind aber nicht am Hund zu finden, sondern in seiner Umgebung: Decken, Teppiche, Polstermöbel, Zwinger und Terrasse.

Wie bei allen Ektoparasiten ist auch beim Flohbefall der Juckreiz das Hauptsymptom. Durch das ständige Kratzen des Hundes entstehen sekundär Hautverletzungen. Nur bei massivem Befall entsteht Blutarmut. Der Hundefloh überträgt den Bandwurm. Der Floh ist nur Zwischenwirt für den Bandwurm. Wenn der Hund nun den Floh zerbeißt, infiziert er sich. Deshalb sollte das Tier bei Flohbefall immer entwurmt werden. Im Flohspeichel sind Allergene enthalten, die zu einer allergischen Reaktion führen können. Meist bilden sich am Rücken und in der Leistengegend der Hunde Papeln und Krusten, sowie starker Juckreiz.

Wenn man mit dem Flohkamm durch das Fell geht, bleiben braune, krümelige Klümpchen hängen: Flohkot. Diesen auf weißes, feuchtes Haushaltspapier geben. Es entsteht ein rötlicher Fleck. Dies ist eine sichere Diagnose.

Nun zur Bekämpfung. Wie oben erwähnt, befinden sich die meisten Flöhe nicht am Hund, sondern in seiner Umgebung. Alle Liegeplätze reinigen, Teppiche und Polstermöbel absaugen, Decken waschen. Wenn man mit weißen Socken durchs Haus geht, findet man die befallenen Orte. Es gibt auch Sprays oder Fogger, die ein Gift versprühen. Dies ist meist nicht nötig. Nun zum Hund. Am bekanntesten sind wohl folgende Mittel: Frontline Combo, Advantage und das Scalibor Protektorband. In großen Tierbeständen wird Program verwendet. Es wird oral gegeben. Und den Bandwurm nicht vergessen. Beim Auftreten einer Flohspeichelallergie genügt die Flohbekämpfung, kurzfristig etwas Cortison und die Pflege der Hautveränderungen.

So, und jetzt ist Schluss mit dem Flohzirkus.