Die Darmparasiten des Hundes und ihre Bekämpfung

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Spulwürmer: Diese sind am häufigsten verbreitet. Welpen können sich schon im Mutterleib infizieren, und zwar über die Placenta, natürlich nur, wenn die Hündin mit Spulwürmern infiziert ist. Auch nach der Geburt ist eine Ansteckung über die Muttermilch möglich. Erwachsene Hunde und Junghunde infizieren sich durch Hundekot über die Maulhöhle. Symptome zeigen meist nur Junghunde und Welpen ei starkem Befall, Sie sind mager und haben einen dicken Bauch (Wurmbauch). Da die Wurmlarven die Organe, wie Leber und Lunge durchwandern, kann es auch zur Schädigung dieser kommen. Die Wurmeier können in Kot nachgewiesen werden, manchmal werden Spulwürmer erbrochen oder mit dem Stuhl ausgeschieden. Zuchthündinnen sollen 4 mal jährlich und 2 Wochen nach der Geburt entwurmt werden, Welpen in der 2., 4., 8., und 12. Lebenswoche. Kinder können sich in verschmutzten Sandkisten anstecken. Es entwickeln sich keine Würmer, aber die Larven wandern durch den Körper.

Hakenwürmer: Diese leben vor allem im Dünndarm und schaden dem Wirtsorganismus durch Blutsaugen. Die Hündin überträgt die Parasiten über die Muttermilch. Später infizieren sich die Hunde oral oder aber die Larven durchdringen die Haut. Wenn Welpen blutigen Durchfall und Blutarmut haben, liegt der Verdacht auf Hakenwurmbefall nahe. Auch hier sichert eine Kotuntersuchung die Diagnose. Der Entwurmungsplan gleicht dem bei Spulwurmbefall. Manche Welpen benötigen Bluttransfusionen, Eisenpräparate und Vitamin B. Der Mensch ist nicht gefährdet.

Peitschenwürmer: Diese leben vor allem im Dickdarm, auch im Blinddarm. Befallene Hunde leiden unter chronischem, schleimig-blutigem Durchfall. Die Aufnahme der resistenten Eier erfolgt über das Maul. Da die Eier nicht fortwährend ausgeschieden werden, ist eine negative Kotuntersuchung nicht ausschlaggebend. Meist bessert sich das Befinden des Hundes schon wenige Tage nach der Wurmkur.

Bandwürmer: Für alle Bandwürmer gilt, dass sie einen Zwischenwirt brauchen. Nur wenn der Hund den Zwischenwirt frisst, kann er einen Bandwurm bekommen. Da wäre zunächst der sog. Dipylidium.  Zwischenwirt sind Flöhe oder Haarlinge. Die Hunde zerbeißen sie und infizieren sich. Oft krabbeln die Bandwurmglieder in der Analregion herum. Die sicherste Nachweismethode erfolgt über einen Klebestreifen in der Analregion und dann mikroskopisch.

Gefährlicher sind Echinokokken (Fuchsbandwurm). Zum Befall kommt es durch den Verzehr von rohen Schlachtabfällen, Wildaufbruch, von Mäusen und anderen Kleinsäugern. Die Hunde zeigen meist keine Symptome. Die Diagnose erfolgt mittels Antigennachweis im Labor. Man müsste den gefährdeten Mäusefänger alle 4 Wochen entwurmen, um eine Infektion zu verhindern. Das tut niemand. Deshalb ist Händewaschen Pflicht. Der Mensch kann lebensgefährlich erkranken.

Therapie: Bei allen genannten Parasiten wirkt Fenbendazol, nicht bei Bandwürmern. Außer bei jungen Welpen, werden deshalb Kombi-Präparate, wie Milbemax eingesetzt, die auch gegen Bandwürmer wirken. Erwachsene Hunde sollten 4 mal im Jahr, also vierteljährlich entwurmt werden.