Der Hund in Wald und Feld

Anni Warfen Aktuelle Themen, Urlaub mit dem Hund, Wissenswertes

Inzwischen gibt es für unseren Vierbeiner immer weniger Möglichkeiten, einmal “losgelöst” laufen zu können. Natürlich macht sich da auch eine große Unsicherheit breit, wenn wir in der Natur unterwegs sind. Wie verhalte ich mich im Wald und auf Feldwegen?

Der Hund im Wald (für Schleswig-Holstein)

Der Gesetzgeber sagt folgendes:
“Jeder Mensch darf den Wald zum Zwecke der naturverträglichen Erholung auf eigene Gefahr betreten.Das Betreten in der Zeit von einer Stunde nach Sonnenuntergang bis zu einer Stunde vor Sonnenauf gang (Nachtzeit) ist auf Waldwege beschränkt. Auch bei Tage auf Waldwege beschränkt ist das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen, das Skilaufen und das nicht durch Motorkraft oder Zugtiere bewirkte Schlittenfahren.”

Nicht gestattet sind:

  1. Das Betreten von Waldflächen und -wegen, in deren Bereich Holz eingeschlagen, aufbereitet, gerückt oder gelagert wird oder Wegebaumaßnahmen durchgeführt werden
  2. Das Betreten von Forstkulturen, Pflanzgärten, Wildäckern sowie sonstigen forstwirtschaftlichen, fischereiwirtschaftlichen oder jagdlichen Einrichtungen und Anlagen
  3. Sonstige Benutzungsarten des Waldes wie das Fahren, ausgenommen nach Abs. 1, das Abstellen von Fahrzeugen und Wohnwagen, das Zelten sowie die Mitnahme von gezähmten Wildtieren und Haustieren mit Ausnahme angeleinter Hunde auf Waldwegen sowie
  4. Die Durchführung organisierter Veranstaltungen im Wald, es sei denn, dass hierfür eine Zustimmung der waldbesitzenden Person vorliegt.

Fazit: Den Hund im Wald anleinen, darauf achten, dass die Leine nicht zu lang ist und andere Personen zu Fall kommen können. In einigen Bundesländern dürfen die Hunde sogar nur an kurzer Leine geführt werden, beim Besuch eines anderen Bundeslandes bitte vorher informieren!!! In Naturschutzgebieten herrscht grundsätzlich Leinenpflicht.

Quelle: Schleswig-Holstein: Hundeverordnung

Der Hund auf landwirtschaftlichen Flächen

Ob die Hunde auf Felder, bzw. Weiden laufen dürfen oder nicht, ist nicht gesetzlich geregelt, allerdings besteht nach eindeutiger Rechtslage “kein Betretungsrecht der landwirtschaftlichen Flächen zugungsten der Allgemeinheit”. Dieses Betretungsverbot schützt Landwirtschaft und Natur, besonders in der Brut- und Setzzeit.

Im Umkreis von Siedlungen, insbesondere mit größeren Neubaugebieten, kommt es vermehrt zu Klagen der Landwirte über Beunruhigung des Weideviehs, insbesondere der unerfahrenen Jungtiere. Auch die Verschmutzung der Weiden mit Hundekot stellt eine große Gefahr für die Gesundheit der Tiere dar. Mit dem Hundekot kann ein gefährlicher Parasit (Neospora caninum) auf Kühe übertragen werden und Fehlgeburten auslösen.

Auch unsere Hunde sind einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt, es können der Fuchsbandwurm, Darmparasiten oder auch Hautpilz übertragen werden. Vorsicht auch auf gespritzten Flächen.

Als verantwortungsvolle Hundehalter sollten wir Rücksicht auf die Landwirte nehmen, oder wie würdet ihr es finden, wenn in eurem Garten plötzlich fremde “Häufchen” liegen?

Quelle: www.e1info.de