Weihnachtsbrief 2018

Anni Warfen Neuigkeiten

Wieder einmal ist ein Jahr ins Land gegangen, in dem unser Vierbeiner die neuen Blumen im Garten ausgebuddelt hat, wir uns zusammen mit ihm beim Spaziergang von der Sonne wärmen lassen haben, wir das Spielzeug in den Laubhaufen warfen und die Tage nun immer kürzer werden, sodass wir Leuchtreflektoren benötigen.

Es beginnt nun die dunkle Zeit des Jahres, in der wir viel Nachdenken und Reflektieren. Es ist die Zeit in der wir so gerne mit Freunden über Weihnachtsmärkte schlendern, zusammen Glühwein trinken und es uns unter der Wolldecke gemütlich machen. Bis dann den Tag des Weihnachtsfests erreicht ist. Weihnachten das Fest der Nächstenliebe.

Egal ob gläubig oder nicht, die Aufrichtigkeit zu unseren Mitmenschen sowie Mittieren ist ein bedeutendes Handeln. Die Tage bis zum alljährlichen Weihnachtsfest sind vielleicht auch die Zeit, in der wir genau über dieses Miteinander von Menschen und auch Tieren nachdenken. Im Alltag ist das Miteinander zurechtkommen nicht immer einfach. Kommunikation ist komplex und manchmal schwieriger als sie sich anhört. Doch gerade von unseren vierbeinigen Gefährten können wir noch einiges in dieser Hinsicht lernen. In der Hundeschule beobachten wir es immer wieder, wie unsere Hunde im Auslauf zusammen agieren. Es ist faszinierend zu sehen, in welcher Weise ihre Rudelstruktur funktioniert und jeder Anschluss und seinen Platz findet. Das Rudel passt aufeinander auf und gibt dem Hunde Stütze und Struktur. Da ist es erstaunlich, wie schnell auch neue Hunde in das Rudel aufgenommen werden. Wir können beobachten, wie sie sich ihren Rang manchmal deutlich machen müssen aber schlussendlich immer wissen, wo ihr Platz ist. Tiere und damit auch Hunde haben die Gabe, dass sie mit all ihren Artgenossen auf einer Ebene vernünftig kommunizieren können. Dabei ist es egal wie der andere aussieht oder wo er herkommt. Sie lassen sich aufeinander ein. Auch mit einem ehemaligen rumänischen Straßenhund können unsere Vierbeiner problemlos kommunizieren. Sie alle leben ein Miteinander, in dem jeder seine Position kennt. Natürlich lassen sich auch immer mal wieder Szenen beobachten, in der Hunde sich nicht eingliedern lassen. Doch da sollte sich der Mensch an die eigene Nase fassen. Wir sind für unsere Hunde verantwortlich und sollten ihnen den Weg in diese Gesellschaft zeigen. Das bedeutet, wir müssen ihnen die Chance geben, sich wie ein Hund zu verhalten und somit die Verhaltensweisen der Hunde zu erlernen. Es ist kein Wunder, dass ein Hund sich merkwürdig mit anderen Hunden verhält, wenn wir ihn zu sehr vermenschlichen. Ein Hund ist ein Hund und er braucht seine Artgenossen, mit denen er auf eine Art und Weise kommunizieren kann, die den Menschen vielleicht manchmal noch verborgen bleibt, ein gegenseitiges Akzeptieren und Respektieren.

Doch diese Gegenseitigkeit sollte nicht nur von Hund zu Hund weitergegeben werden. Unser Hund begleitet uns jeden Tag. Wir sind für ihn verantwortlich und erhalten ohne es zu verlangen bedingungslose Liebe. Eine Liebe, die so tief und fest ist, dass sie etwas ganz Besonders darstellt. Daher ist es umso wichtiger, unserem Hund Strukturen und einen sicheren Platz zu geben. Natürlich läuft in einer Hund- Mensch- Beziehung nicht alles glatt. Doch gerade deshalb sollte der Mensch sein Verhalten gegenüber seinem Vierbeiner immer wieder reflektieren. Hunde lernen von uns. All das was sie tun, ist der Versuch mit uns zu kommunizieren. So bedeutet ein zerbissener Schuh nicht, ich will dich ärgern. Es gibt immer Gründe weshalb sie etwas tun. Daher ist es umso wichtiger, unseren Hund genau zu beobachten, versuchen ihn zu verstehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Dabei ist jeder Hund anders und auf seine Weise besonders. Denn Hunde machen genau dasselbe für uns. Sie wissen wann wir traurig sind und trösten uns. Sie albern mit uns herum und geben uns genau die Kuscheleinheit die wir brauchen. Sie kommunizieren mit uns und versuchen immer uns zu verstehen .Sie sind es, die uns den Tag erheitern und in jeder Lebenslage bei uns sind. Daher ist es ein großes Glück, einen treuen Vierbeinigen Gefährten an seiner Seite zu haben!

Nehmen wir uns also ein Beispiel an unseren Hunden und schenken vielleicht dem Nachbarn der immer so grimmig schaut etwas Kleines zu Weihnachten. Sprechen wir uns mal so richtig mit unseren Freunden aus, mit denen wir im Streit sind und klären die Sache. Ein Besuch bei der Oma oder ein lieber Brief an die Verwandten. Und natürlich dürfen auch unsere Hunde nicht zu kurz kommen. Trotz Alltagsstress, vollem Terminplan oder was sonst noch anliegt, nehmen wir uns die Zeit für sie, in der nur sie im Mittelpunkt stehen. Versuchen wir sie zu verstehen und ihnen das zu geben, was sie brauchen: Liebe, Geborgenheit und Sicherheit.