Wenn die Kleinen Zahnweh haben

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Genau wie bei Säuglingen werden auch Welpen ohne Zähne geboren und bekommen zuerst Milchzähne. Ab der dritten Woche kommen die Zähne zum Vorschein und sind dann in der sechsten Woche mit 28 Zähnen komplett. Ist das Milchgebiss richtig und gut gewachsen, stehen die unteren Milchfangzähne leicht nach vorne und die Oberen leicht nach hinten. Alle Fangzähne sind leicht nach außen gestellt, was die Verletzung des Zahnfleisches verhindert. Ganz besonders wichtig ist dabei auch die Zahnpflege, denn Zahnprobleme können schlimme Schäden verursachen, besonders auch für das erwachsene Gebiss. Durch diese maßgebliche Beeinflussung ist eine regelmäßige Kontrolle von Nöten.

Die jungen Zähne sind sehr spitz geformt und mit einer Wurzel im Zahnfleisch verankert. Diese Wurzel versorgt den Zahn mit allem Notwendigen. Durch den Zahnschmelz haben die Milchzähne ein glatt, schimmerndes Aussehen. Der frische Zahnschmelz reagiert besonders empfindlich auf Säuren und Krankheiten. Der weiche innere Kern ist die sogenannte Pulpa. Er ist voller Blutgefäße und Nerven.

Mit dem Einschuss der zweiten Zähne löst sich die Wurzel der Milchzähne auf. Der Zahn fällt aus und ein neuer Zahn tritt in Erscheinung. Doch nicht immer läuft dieser Vorgang so glimpflich ab.

Ein wildes Zottelspiel kann Zähne abbrechen, dabei sind insbesondere die Eckzähne betroffen. In diesem Fall ist es notwendig, sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Neben den Schmerzen kann diese Verletzung weitreichende Folgen haben. Sie ist oft nicht sichtbar und wird erst nach Tagen durch eine zunehmende Schwellung des Gesichts deutlich. Ist der weiche Kern des Zahns betroffen, besteht die Gefahr von Infektionen oder Entzündungen. Der normale Zahnwechselkreislauf ist gestört. Entzündungen greifen das Gewebe an und können zusätzlich auch die Kieferknochen befallen.

Fällt der zweite Zahn nicht aus, da die Wurzel des ersten Zahns sich nicht auflöst, kommt es zu Beschädigungen oder Fehlstellungen. Dabei kann es bis hin zu einer Zahnziehung mit Narkose kommen.

Ein weiteres Problem ist der sogenannte Caninus Steilstand. Dieses Zahnproblem verletzt durch steil nach oben stehende Zähne das Zahnfleisch. Schmerzen und ein erhöhtes Infektionsrisiko sind die Folgen. Durch den Einbiss kann das Wachstum des Unterkiefers gehemmt werden. Der Tierarzt muss dies richten.

Kommt es erst gar nicht zum Ausfall der Milchzähne, besteht die Gefahr einer Fehlstellung sogenannte persistierede Milchzähne. Bleiben alle Milchzähne im Fang und es entstehen zwei Reihen handelt es sich um ein das „Revolvergebiss“. Böse Fehlstellungen und die Behinderungen der weiteren Entwicklung beeinträchtigen den Hund. Der Tierarzt muss diese Zähne ziehen.

Auch das Zähneputzen kann hilfreich sein. Der Welpe sollte diese Prozedur langsam kennenlernen. Zuerst mit einer speziellen Hundezahnpasta Fang und Lippen bestreichen. Dann vorsichtig auch mal das Maul öffnen und dort streichen. Lässt der Hund sich dies gefallen, beginnt man langsam auch Zahnfleisch und Zähne zu streichen. Hat der Vierbeiner Gefallen am Zähneputzen gefunden kann auch eine spezielle Hundezahnbürste zum Einsatz kommen. Diese ist nicht so grob und kleiner als Zahnbürsten für Menschen. Wird frühzeitig mit dem Zahnputztraining begonnen, wird es für den Hund etwas ganz Normales.