Kleine Welpen und das Geschäft

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

Gerade in der Stadt kann es schwierig sein, mit einem Welpen rechtzeitig zum Wasser lassen hinauszukommen. Die kleinen Hunde können in der ersten Zeit die Flüssigkeit nicht anhalten und so muss es manches Mal ganz schon schnell gehen, damit kein nasser Unfall passiert. Daher sind Hundebesitzer stets bemüht, es mit dem Hund vor die Tür zu schaffen und ihn dort ordentlich für das erledigte Geschäft zu loben. Eine harte Arbeit die sich jedoch mit der Zeit nach ca. sechs bis sieben Monaten bezahlt macht. Bleibt man also am Ball und ist konsequent, so wird die Stubenreinheit kein Problem. Denn wenn es einmal schief läuft, ist nicht der Hund schuld. Da hat der Hundebesitzer nicht genug aufgepasst!

Welpen müssen in den ersten drei Monaten alle zwei Stunden Wasser lassen. Diese Zeitspanne weitet sich dann im dritten und vierten Monat auf drei Stunden aus und im fünften bis sechsten Monat auf vier Stunden. Zudem gibt es einige feste Zeiten, an dem die Kleinen unbedingt Wasser lassen sollten. Dies bezieht sich beispielsweise auf direkt nach dem Aufstehen oder ca. zwanzig Minuten nach der Futteraufnahme, dem Trinken oder dem Spielen. Auch eine Stunde darauf könnte es nochmals soweit sein.

Doch gerade im Stadtgebiet ohne Garten und mit vielen Treppen nach draußen, ist die Stubenreinheit eine besondere Arbeit. Die kleinen Hunde brauchen länger, um zu verstehen, was das hektische Herausrennen aus der Wohnung bedeutet. Manchmal haben sie auch bis unten vergessen, dass sie Wasser lassen oder ihr Geschäft verrichten wollten. Gerade die unruhige Atmosphäre in der Stadt verunsichert den Hund. Radfahrer, Verkehrslärm oder auch fremde Menschen machen es ihm manchmal unmöglich, entspannt sein Geschäft zu verrichten. Es ist daher wichtig regelmäßig zu den gleichen Zeiten mit dem Hund hinauszugehen. Zudem sollte immer dieselbe Stelle gewählt werden, an der für den Hund nicht allzu viel los ist. Vorerst reicht ein kleines Stück Rasen oder eine Wiese vollkommen aus. Spaziergänge sollten in der erste Zeit sowieso noch nicht unternommen werden. Auf der kleinen Rasenfläche kann der junge Hund sich so langsam prima an die Stadt gewöhnen. Verrichtet er sein Geschäft wird er besonders gelobt.

Mit der Zeit kann der kleine Hund auch an ein Hundeklo gewöhnt werden. Dazu nutzt man ein Welpenpad. Andere Sachen wie Zeitungen bringen die Hunde auch noch nach Jahren in Verbindung mit dem Geschäft, so könnte es zu unschönen Situationen kommen. Dieses Welpennpad wird an einem Platz in der Wohnung deponiert. Sobald der Hund Anzeichen macht, dass er Wasser lassen oder sein Geschäft verrichten will, wird er dort aufgesetzt. Führt der Hunde die gewünschte Tätigkeit aus, so wird ein besonderes Lösungswort genutzt und der Hund am Ende ordentlich gelobt. Es eignet sich beispielsweise, „piesch“. Mit diesem Wort verbindet der Hund in Zukunft, dass er sich lösen soll. Auch auf Reisen oder in fremden Umgebungen ohne Rasen in der Nähe, wird der Hund dann auf solch ein Pad gehen.

Sollte der Hund sich einmal an einer für ihn nicht vorgegebenen Stelle in der Wohnung lösen, so ist es wichtig, behutsam vorzugehen. Übermäßige Aufregung könnte dazu führen, dass der Hund sich schließlich immer versteckt, wenn er sein Geschäft vollzieht. Das könnte auch im Kleiderschrank oder im Bett sein. Daher „Nein“ sagen, den Hund ruhig hochnehmen und ihn auf sein Pad setzen. Dort wird er dann gelobt auch wenn er kein Geschäft macht.

Mit der Zeit wird der Hund auch zur Haustür gehen, da er ja öfter mit seinem Hundebesitzer nach draußen geht oder er läuft immer wieder zum Padplatz. Dann kann die Matte verschwinden und der Hund wird draußen sein Geschäft verrichten. Sollte der Hund jedoch das Windelpad viel besser gefallen, so sollte er auch einfach mal nur zum Pinkeln raus. Gleich nach dem Aufstehen sollte der Hund nur zum Pinkeln auf dem Rasen hin und her geführt werden, bis er sich löst.