Gefahren zu Weihnachten und Silvester

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Schon vor Weihnachten sollte man daran denken, den Hund beim Weihnachtsshopping nicht zu lange im Kalten vor dem Geschäft abzulegen. Besonders Hündinnen ziehen sich leicht eine Blasenentzündung zu, ältere Vierbeiner leiden wegen der Gelenke und der Wirbelsäule. Die Festtage sind gefüllt mit leckeren Speisen. Während sich bei uns die Pfunde sammeln, können unsere Hunde vom Rest des Festtagsbratens Durchfall bekommen. Das Fleisch ist gewürzt, zu fett. Das gilt auch für Fischgräten. Gegarte Geflügelknochen splittern und verletzen den Verdauungskanal. Andere Knochen führen zu schwersten Verstopfungen. Speiseabfälle sorgsam entsorgen, die Hunde sind auf der Lauer! Schokolade ist tabu, Je dunkler sie ist, desto höher ist der Kakaoanteil, und somit der Gehalt an dem Giftstoff Theobromin. Es wirkt wie eine Überdosis Coffein oder Nikotin beim Menschen. Stollen eignet sich nicht als Weihnachtsleckerli. Die darin enthaltenen Rosinen führen zu Nierenschäden. Also am besten auch während der Festtage das gewohnte Futter und die bekannten Leckerlis anbieten.

Vor allem junge Hunde interessieren sich für die Weihnachtsdekoration. Also nie alleine lassen im Wohnzimmer. Kugeln splittern, Lametta und Engelshaar können zum Darmverschluss führen. Besser keine Kerzen, lieber Lichterketten.  Der beliebte Weihnachtsstern enthält den klebrig-weißen Giftstoff Euphorbin. Wenn die Hunde die Pflanze anfressen, entstehen Krämpfe, Lähmungen, Durchfall und Herzrhythmusstörungen.

Silvester ist für uns ein tolles Fest, aber die meisten Vierbeiner leiden unter Angst. Lassen Sie Ihren Hund auch die Tage vorher angeleint. Ein gezündeter Böller löst Fluchtverhalten aus. So kann leicht ein Autounfall entstehen. Am besten lässt man Tiere an Silvester nicht alleine. Wenn, dann bitte eine Rückzugsmöglichkeit bieten. Eine ruhige Kammer etc.. Viele Hunde wählen den Keller oder das Badezimmer. Natürlich gibt es Beruhigungsmittel beim Tierarzt. Diese sollte man aber vorher ausprobieren. Jedes Individuum reagiert unterschiedlich auf die angeordnete Dosis.

Trotz all dieser Gefahrenmeldungen geht meist alles gut. Besser man weiß Bescheid und notiert auch eine tierärztliche Notfallnummer für die Feiertage.

Und zum Schluss: Dogs are not for Christmas, but for life.

Frohe Weihnachten und viel Freude an den Vierbeinern