Gefahren im Herbst

Anni Warfen Aktuelle Themen, Gesundheit

Der Herbst ist da, und so schön er auch ist mit der Laubfärbung bei vielleicht strahlend blauem Himmel und Sonnenschein, so birgt auch er für unseren Vierbeiner seine Gefahren.

Bei schönem Wetter sind wir gern mit unserem Hund unterwegs, und wir haben ja in unserer Hundeschule gelernt, dass wir das andere Ende der Leine ständig im Auge haben und den Hund grundsätzlich nichts vom Boden aufnehmen lassen.

Denn Vorsicht: die Herbstfrüchte sind für unsere Hunde giftig!

Kastanien: aufgrund ihrer runden Form werden Kastanien leider oft als „Ballersatz“ benutzt. Wird diese aber vom Hund verschluckt, ist die Folge oft ein Darmverschluss. Weiterhin enthalten die unreifen Samen und die grüne Schale Saponine, in der Kastanie selbst findet man Glycoside.

Manche Hunde knabbern an den Kastanien, aber dies allein kann schon ausreichen, und es kommt zur Reizung von Magen und Darm. Bei wiederholten Verzehr verstärken sich die Symptome und es kommen Erbrechen, Durchfall und Unruhezustände hinzu.

Walnüsse: Nicht alles, was für den Menschen verträglich ist, ist es auch für den Hund. So kann also eine zerkaute Walnussschale zur Verletzungen im Maul oder auch im Verdauungstrakt führen. Die Fruchtschale enthält einen giftigen Pilz mit dem Wirkstoff Roquefortin. Es wirkt ähnlich wie Strychnin, allerdings auch sehr schnell, so dass oft jede Hilfe zu spät kommt. Auch hier kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Durchfall, Erbrechen oder Krampfanfällen. Nüsse eignen sich ebenfalls nicht als Ballersatz.

Eicheln: sie enthalten grosse Mengen an Gerbstoffen, diese können zu Magenschleimhautentzündungen, Erbrechen und Durchfall führen.

Bucheckern: sie enthalten Sopanine, wie in der Kastanie, und Oxalsäure. Auch hier kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Sie äußern sich in Atembeschwerden, Pupillenerweiterung, Zittern, Taumeln, die Tiere erschrecken leicht. Weiterhin treten Koliken, Durchfall, Krämpfe oder ein Lähmung der Hinterhand auf. Der Tod tritt ein durch Atemlähmung. Zusätzlich kann die rauhe Schale ebenfalls zu Verletzungen im Maul und Verdauungstrakt führen.

Auch hier gilt das Verhältnis Gewicht des Hundes zu der gefressenen Menge. Allerdings seid ihr auf der sicheren Seite, wenn euer Vierbeiner die oben genannten Früchte erst garnicht „probiert“.

In diesem Sinne wünschen wir euch wunderschöne und „gefahrlose“ Herbstspaziergänge.

Quelle: www.botanikus.de