Einige Grundlagen für das Training mit dem Hund

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

Wann übe ich mit dem Hund?
Das Training  sollte nicht mal eben zwischen Hausarbeit und Kochen „eingeschoben“ werden. Wenn der Hundeführer gestresst ist, merkt das der Hund, da er ein hervorragender Beobachter ist. Auch sind unsere Reaktionen  nicht dieselben wie in entspannter Atmosphäre. Nehmt euch also Zeit für euren Hund.

Was übe ich mit dem Hund?
Bevor ihr anfangt, mit eurem Vierbeiner zu arbeiten, solltet ihr euch einen „Trainingsplan“ machen. Die Übungen sollten einfach anfangen und „gesichert“ werden, d. h. der nächste Schritt kommt erst, wenn die vorherige Übung sicher vom Hund ausgeführt wird. Dieser Übungsaufbau ist auch für den Hund ganz wichtig, damit er nicht überfordert wird und der Spaß an der Arbeit mit „seinem“ Menschen erhalten bleibt.

Samstag-17.08.14-1389Wo übe ich mit dem Hund?
Üben kann man mit seinem Hund eigentlich überall. Je nach Trainingsplan muss man sich natürlich das passende „Fleckchen“ suchen. Neue Übungen solltet ihr erstmal mit wenig Ablenkung üben. Jeder Hund lässt sich durch unterschiedliche Dinge ablenken, worauf euer Hund weniger oder mehr reagiert, werdet ihr im Laufe der Arbeit lernen und müsste das natürlich im Training berücksichtigen. Die jeweilige Tagesform des Hundes spielt dabei auch eine große Rolle.

Denkt bitte auch daran, dass Hunde ortsbezogen lernen. Wenn eine Übung immer an demselben Platz durchgeführt wird, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie auch woanders klappt.

Wie übe ich mit dem Hund?
Wie schon gesagt, ist der Hund ein hervorragender Beobachter. Er kennt unsere Körpersprache und unseren Tonfall genau. Bei der Arbeit sind also eine deutliche Körpersprache (Sichtzeichen) und klare Befehle wichtig. Je kürzer ein Hörzeichen ist, desto besser versteht sie der Hund, wir müssen mit ihm nicht in ganzen Sätzen sprechen. Ebenso wichtig sind Lob und Korrektur im richtigen Moment, nur so lernt der Hund.

Achtet darauf, dass Sicht- oder Hörzeichen von euch und nicht vom Hund aufgehoben werden.

Ganz wichtig ist die richtige Motivation. Das kann besonderes Futter, ein tolles Spielzeug, überschwängliches Loben oder aber auch eine Streicheleinheit sein. Innerhalb der Übungen könnt ihr die Motivationen variieren, je nachdem, was euer Hund in der jeweiligen Situation am schönsten findet.

Erfolg macht süchtig, und wenn ihr dies alles beim Üben berücksichtigt, werdet ihr und euer Hund zusammen viel Spaß haben.