Der Name beim Rufen

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung

Oft wird der Name des Hundes genutzt, um Hunde zurückzurufen. Doch viel Hundebesitzer wundern sich, warum der Hund nicht auf seinen eigenen Namen reagiert. Doch überlegt man doch etwas genauer, sind die Vierbeiner gar nicht so blöd.

Würden wir auf unseren Namen hören, wenn das bedeutet: wir werden nach einem tollen Spiel wieder angeleint, der Weg zum Tierarzt muss angetreten werden, Krallen- und Fellpflege steht an, eine nasse Dusche erwartet uns, der Waldspaziergang wird beendet??? Nein natürlich nicht, warum etwas Tolles aufgeben, wenn das Rufen des Namens nur negative Folgen hat. Daher Obacht mit dem Gebrauch des Hundenamens.

Viel Hundebesitzer haben den Namen schon so oft in negativen Situationen gebraucht, dass der Hund nur noch Unangenehmes damit verbindet. Lässt sich diese Ausstrahlung auch beim eigenen Hund feststellen, so ist eine Umbenennung manches Mal gar nicht so schlecht. Negative Verbindungen zu deaktivieren ist meist unmöglich. Der eigene Name sollte vom Hund immer mit positiven Erinnerungen und Reizen in Verbindung gebracht werden. Mit einem neuen Namen ist dies manchmal leichter. Der alte Name kann für negative Dinge dienen. Also wichtig: das Benutzen des Hundenamens muss immer mit etwas Fröhlichem verbunden sein.

Um den Namen in das Zurückkommenkommando einzubauen, sollten vorerst einige Übungen stattfinden. Zuerst wird der Hund in nicht all zweiter Entfernung mit seinem Namen angesprochen und erhält daraufhin ein besonderes Leckerli. Dies wird einige Male wiederholt und der Hund daraufhin ins „Lauf“ geschickt. Nun kann er wieder eigenen Aktivitäten nachgehen. Diese Übung lässt sich an beliebigen Plätzen wiederholen. Besonders hilfreich kann das Üben beim Spazieren gehen sein. Das Üben an besonderen Stellen an denen der Hund die Konzentration auf den Hundebesitzer richten soll, kann positive Effekte erzielen.

Als nächstes können Leckerli auf den Boden geworfen werden und der Name des Hundes wird gesagt. Schaut der Hund zum Hundebesitzer, kann er eine weitere Belohnung erhalten. Auch wenn er nicht schaut, wird der Name mit etwas Gutem verbunden, durch das Leckerli am Boden.

Diese Übung eignet sich, um die Konzentration des Hundes zurück auf den Hundebesitzer zu lenken. Gleichzeitig wird der Name mit Belohnung verbunden.