Der Hundekauf

Anni Warfen Aktuelle Themen, Wissenswertes

Wölfe „Hunde in freier Wildbahn“ besitzen innerhalb ihres Rudels eine feste Ordnung. Kommt ein Hund in eine Menschenfamilie, so wird diese zu seinem neuen Rudel, in dem er seinen Platz findet. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass das Familienoberhaupt auch für den Hund der „Leitwolf“ sein wird. Diese Position wird dem Hundebesitzer nur zuteil, wenn er sich dementsprechend verhält. Dazu ist ein wenig Übung gefragt.

EXIF_IMGEine Hundeanschaffung bedarf einer haargenauen Überlegung. Der neue Familien Zuwachs kann bis zu 10 Jahren oder sogar älter werden. Die gesamte Zeit wird er in seinem neuen menschlichen Rudel verbringen. Daher ist Aufgabe der Verantwortung, die mit dem Kauf einhergeht, genauestens zu überlegen und abzuwägen, ob diese Bereitschaft von allen Beteiligten vorhanden ist. Unüberlegte Entscheidungen führen meist bei Hund und Mensch zu großem Leiden und sollten daher vermieden werden.

Ist die Entscheidung aber nach gründlicher Überlegung für den Welpen getroffen, so sollten vor dem Kauf einige Fakten Beachtung finden. Wichtig sind die charakterlichen Eigenschaften der Mutter. Diese sagen schon viel über das Wesen des kleinen Welpen aus. Auch ihre Beziehung zu dem Züchter ist wichtig. Vor allem Hunde mit direktem Familienbezug sind eine gute Wahl.

IMG-20130520-WA0001Schon als Welpe bei ihrer Mutter zeigen die kleinen Vierbeiner ihre Typerscheinungen. Die rangelfreudigen Konsorten, die gerne mal herumtollen und an etwas herumzerren, werden auch im Alter immer versuchen ihre Dominanz zu zeigen. Natürlich machen sie durch ihre Erscheinung viel her. Ihre Führung bedarf jedoch einigen Geschicks und Können. Kleine Machtspiele zwischen Mensch und Hund werden von diesen Hunden gerne ausprobiert.

Die entspannten und trantütigen Vierbeiner beherbergen meist einen friedvollen und soliden Charakter.

Ausgewachsene Hunde sind vorgeprägt vom Charakter, wie auch von Erfahrungen. Findet die Begegnung an einem neutralen Ort statt, so können schon viele Wesenszüge erkannt werden.

Michael Lüdemann 150Ist die Entscheidung gefallen und der Hund kommt nach Haus, so sollte er gleich einen festen Schlafplatz bekommen. Ihn vorerst aufgrund seiner Größe noch mit ins Bett zu nehmen, ist der falsche Weg. Hunde lernen ab dem ersten Tag. Bekommt er irgendwann die Anweisung nicht mehr mit ins Bett zu kommen, wird er dies nicht verstehen und es kommt einem Ausschluss aus dem Rudel gleich. Bekommt er von Anfang an seinen eigenen Platz, lernt er diesen als seinen Platz kennen. Ein weiterer wichtiger Punkt stellt die sofortige Gewöhnung an Leine und Geschirr da. Das frühe Anlernen an trägt dazu bei, dass der Hund es schnell akzeptiert und als etwas völlig normales wahrnimmt.