Bericht der Sachbearbeiter der Koordinierungsstelle Diensthundwesen der Fachhochschule Brandenburg

Anni Warfen Aktuelle Themen, Interessantes

In der Zeit vom 23.09. bis 26.09.2013 erhielten die Sachbearbeiter der Koordinierungsstelle Diensthundwesen der FH Pol Frank Ulbrich und Klaus Lehmann im Rahmen der eigenen Weiterbildung die Möglichkeit, an der Hundeschule von Anni Warfen ihr Fachwissen im Bereich der Hundeausbildung zu vertiefen.

Wir wussten nicht, was uns in den 4 Tagen erwartet.

Zielsetzung war es, zu erforschen, ob diese Erziehung und Ausbildung auch auf unsere Diensthunde übertragbar ist.

Vorweg schon mal ein dickes JA.

Nur ganz kurz zu den Hunden, die wir für das Seminar mitgenommen hatten. Es handelt sich um eine 2 jährige Schäferhundhündin und einen 22 Monate alten Malinoisrüden.

Beide Hunde sind nach Aussage von Anni bis dahin super ausgebildet worden.

Die folgenden Tage waren sehr anstrengend für Hund und Hundeführer.

Anni zeigte uns in der Fährtenarbeit, wie man Tempoarbeit durchführt, ohne dass der Hund in seinem Suchverhalten gestört wird. Diese Arbeit näher zu erläutern würde mehrere Seiten in Anspruch nehmen. Nur soviel, beide Hunde haben bei der Abschlussfährte am Donnerstag eine sehr ruhige und intensive Suche gezeigt. Diese Methodik könnte ohne größere Probleme bei neu zu beschaffenden Hunden und natürlich auch auf unsere Fährtenhunde übertragen werden.

Im Gehorsam war es das Ziel, dass der Hundeführer wieder Primär für den Hund wird.

Also gab es für die Bestätigung keinen Ball mehr, sondern Futter oder Streicheleinheiten.

Auch wenn der Hund einen Fehler machte, wurde nicht korrigiert, sonder die Übung abgebrochen und neu aufgebaut. Der Hund sollte lernen zu überlegen, was er falsch gemacht hat. In Gewisserweise auch eine Art von Korrektur, aber ohne jeglichen Zwang.

Annis Devise ist es, lass sie überlegen, die haben ein Gehirn.

Erstaunlich war es, dass beide Hunde mit dem veränderten Bild im Gehorsam nach einer kurzen Anpassungsphase gut klar gekommen sind.

Fazit: Es ist durchaus möglich, diese Art der Erziehung und Ausbildung in den Bereich der Diensthundausbildung zu übertragen. Allerdings müssen die Diensthundführer bereit sein, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Die 4 Tage waren sicherlich sehr lehrreich und auch erfolgreich für die Hunde und uns, aber viel zu kurz.

Anni sagte auch, dass wir nur so schnell vorangekommen sind, weil die Hunde sehr gut vorbereitet waren.

Also heißt es in der Aus- und Weiterbildung mit Diensthunden Ruhe und Geduld zu bewahren, wenn man in so einer Art und Weise in der Erziehung und Ausbildung arbeiten möchte.

Ein dickes Dankeschön geht an Anni und nicht zu vergessen Jennifer, die uns in der Fährtenarbeit unterstützt hat.

Frank und Klaus