Badespaß mit Hund

Anni Warfen Aktuelle Themen, Erziehung und Ausbildung, Urlaub mit dem Hund, Wissenswertes

Für viele Hunde ist das Baden an heißen Tagen ein unglaublich großer Spaß. Das Tollen und Toben im kühlen Nass macht ihnen große Freude. Doch auch bei dieser spielerischen Aktivität sollten einige Regeln beachtet werden, damit der Spaß am Baden nicht vergeht.

Bevor der Badespaß beginnt, sollte der Hund gelöst und sein Geschäft verrichtet haben. So wird eine unangenehme Situation durch plötzlichen Hundekot oder –urin umgangen und andere Badegäste fühlen sich nicht belästigt. Wichtig ist auch, dass der Hund frei von jeglichem Zecken- , Floh- oder sonstigen Mitteln ist. Diese werden ins Wasser übertragen. Sollte der Hund gerade frisch behandelt worden sein, heißt es erstmal ein paar Stunden warten, bevor der Badespaß beginnt. Auch Zeckenhalsbänder geben ihre Stoffe ins Wasser ab.

Genau wie wir Menschen sollte auch der Hund auf den Temperaturenwechsel im Wasser vorbereitet werden. Ansonsten könnte der Kreislauf des Hundes durcheinander kommen. Daher sei geraten, den Hund vorher abzuspritzen oder ihn zuerst nur mit den Pfoten durchs Wasser laufen zu lassen. So kann der Kreislauf sich entspannt einstellen. Ist das Wasser sogar unter zehn Grad kalt, so sollte die Schwimmeinheit nicht länger als zehn Minuten dauern.

Der Hund sollte dann anschließend selbst entscheiden, wie weit er ins Wasser hineingehen möchte. Einige Hunde fürchten sich vor dem Wasser und anderen ist es unheimlich, wenn sie keinen Boden mehr unter den Füßen spüren. Daher sollte der Hund vorerst nur durchs Wasser laufen. Auch Spielzeug sollte nur in Ufernähe geworfen werden. Fühlt der Hund sich bereit, so wird er auch ins Tiefere gehen. Wird er jedoch gezwungen, kann dies unschöne Folgen haben.

Es sollte zudem immer auch das Gewässer im Auge behalten werden. Strömungen und die Gezeiten haben starken Einfluss. Die Hunde merken nicht, wie schnell sie abtreiben oder mitgezogen werden und können sich dann meist nicht von selbst helfen. Flüsse mit einem Wehr oder Steilufer sind nicht für den Badespaß geeignet. Zudem ist auch das Surfen keine geeignete Hundesportart. Das Verschlucken von Wassers kann schlimmen Schaden anrichten.

Mit der Zeit wird der Vierbeiner müde werden. Schwimmen ist anstrengend und verlangt viel vom Körper ab. Daher sollte ein Auge stets schauen, wie viel Energie der Hund noch besitzt. Ist er schlapp sollte die Badeeinheit eingestellt werden. Manchmal ist der Hund so voller Elan, dass er sich selbst überschätzt. Dann sollte ihm aus dem Wasser geholfen werden. Nach einer ordentlichen Baderunde kann auch am Folgetag ein Muskelkater auftauchen. Also sollte der Spaß nicht übertrieben werden.

Direkt nach der Beendigung der nassen Abkühlung ist es wichtig, dem Hund einen Platz zu suchen, an dem er durch sein Schütteln niemand anderen belästigt. Das Wasser spritzt nach allen Seiten und ist nicht für jeden schön. Nach einem Bad im verschmutzten Süßwasser oder im Salzwasser sollte der Hund einmal abgespritzt werden. Sollte diese Möglichkeit nicht bestehen, so reicht auch das abtrocknen des Hundes und ein anschließendes Bad zu Hause. Mit dem Füttern sollte erst einmal gewartet werden. Trinken kann dem Hund ordentlich angeboten werden. Nach einer Pause darf dann auch das Futter hinzukommen.

Ist der Hund mal mit an Bord eines Segel- oder Motorboots sollte er eine Schwimmweste in Leuchtfarben tragen. Diese muss ordentlich passen und darf sich nicht lösen. So ist der Hund bei einem möglichen Abgang im tiefen Gewässer gesichert und durch die Farbe schnell auffindbar. Auch für sehr junge, alte oder kranke Hunde eignet sich diese Sicherheitsmaßnahme beim Schwimmen. Dadurch sind sie bei einem möglichen Kräfteverlust gesichert.