Baderegeln

Anni Warfen Aktuelle Themen, Urlaub mit dem Hund, Wissenswertes

Die Temperaturen steigen, alles wird wieder grün, man ist mit dem Vierbeiner mehr unterwegs. Da lockt so manches Gewässer zum schnellen Hineinspringen und Abkühlen. Einige Hunde sind regelrechte  „Wasserratten“, andere dagegen verzichten gern auf ein Vollbad.

Bei allem Spaß, den der Hund hat oder auch nicht hat, solltet ihr allerdings ein paar Regeln beachten. Grundsätzlich solltet ihr euren Hund nicht komplett ins Wasser lassen, wenn die Aussentemperaturen weniger als 10 ° C betragen, Verkühlungen sind sonst vorprogrammiert.

Für Hunde mit sehr viel Fell oder solche mit Atemproblemen (kurzschnauzige Rassen), empfiehlt sich eine Schwimmweste.

Der Gang zum Wasser sollte immer kontrolliert vonstatten gehen. Nicht wenige Menschen lassen sich regelrecht vom Hund zum Wasser schleifen, sobald dieser den Geruch in der Nase hat. Das mag ja anfangs ganz niedlich sein, aber wer findet es schon gut, wenn man permanent 25 oder mehr Kilo halten muss?

Am Wasser den Hund NIE sofort hineinspringen lassen. Zuerst solltet ihr das Gewässer kontrollieren, dabei den Hund neben euch sitzen lassen. Ist es sehr flach? Hat es wenig oder viel Strömung? Ist etwas auf dem Wasser oder kurz unter der Oberfläche zu sehen, woran der Hund hängenbleiben könnte? Wie sieht das Wasser an sich aus?  Vor einigen Jahren gab es ein grosses Problem mit Blaualgen, da ist das Baden leider tabu. Bei höheren Temperaturen an kleineren, stehenden Gewässern aufpassen oder möglichst meiden, da sich unter diesen Gegebenheiten schnell Bakterien auf der Wasseroberfläche bilden.

1 005Im Wasser solltet ihr euren Hund immer im Auge behalten. Wie oben schon erwähnt, den Vierbeiner nie sofort hineinspringen lassen, auch, wenn es noch so warm ist. Der Hund ist erhitzt und kann, genau wie wir Menschen, einen Hitzschlag bekommen. Am besten lasst ihr ihn im flachen Wasser etwas hin- und herlaufen, so dass er zuerst nur bis zum Bauch nass wird (das Beine abspritzen übrigens auch eine schöne Abkühlung).  Diese Planscherei macht den meisten Hunden sehr viel Spass. Dann darf er Stück für Stück immer weiter hinein, bis er  schliesslich zum Schwimmen kommt. Achtet darauf, dass ihr es mit der Baderei nicht übertreibt. Gerade am Anfang der „Saison“ hat der Hund noch keine Kondition und die Folge könnte ein tüchtiger Muskelkater sein. Wichtig auch, dass er sich aus dem Wasser rufen lässt. Einige Kandidaten finden einfach kein Ende und tummeln sich z. B. in der Teichmitte, unter Umständen bis zur Erschöpfung. In diesem Fall haben wir keine Wahl und müssen unseren Hund aus dem Wasser „retten“.

Nach dem Wasser, bzw. der Baderei bitte darauf achten, dass der Vierbeiner ordentlich in Bewegung bleibt, damit er nicht auskühlt. Viele bekomme ihre „drolligen fünf Minuten“, rasen im Kreis, wälzen sich im Gras, schubbern sich meterweise auf der Seite vorwärts und wissen nicht, was davon sie zuerst machen sollen. Meist müssen die Hunde sich nach dem Schwimmen lösen, also sorgt bitte für Möglichkeiten. Auch im Auto den „Schwimmer“ nicht im Fahrtwind sitzen lassen. Augenscheinlich ist das Fell trocken, oft aber nur oberflächlich, die Unterwolle ist noch nass.

Wir fassen zusammen: Letztendlich ist es wie beim Spielen. Ihr bestimmt, wann,  wie, wie lange, und ob überhaupt gebadet wird. Anfang und Ende ist eure Entscheidung. Beobachtet euren Hund, bei Anzeichen von Ermüdung oder „Verselbständigung“ das Baden beenden.

Fröhliches Anbaden