Allewelt’s Happy Tristan: Angekört

Anni Warfen Aktuelle Themen, Welpentagebuch / Junghundtagebuch, Wissenswertes

Unsere „to-do-Liste“ war noch nicht ganz abgearbeitet. Nach dem Jugendchampion war das nächste Ziel die Zuchtzulassung und Ankörung… d.h. unser Trischi sollte Deckrüde werden.

Damit er, sollte es denn klappen, auf Lebenszeit angekört wird, haben wir gewartet, bis er das erforder-liche Alter von 20 Monaten erreicht hatte. Vorab war auch noch einiges zu erledigen. Der Klub für Terrier fordert für die Ankörung ein DNA-Profil, d. h. einen genetischen Fingerabdruck des Hundes. Also, ab zum Tierarzt, Blut abnehmen lassen und die Probe zum Labor schicken. Da ich eine sehr nette Tierärztin habe, war diese Prozedur kein Problem für meinen kleinen Borderterrier.

Weiterhin muss man drei Richterberichte von Ausstellungen mit der Bewertung „V“ vorlegen, dies gilt aber auch nur, wenn man seinen Hund ankören lassen möchte. Ja, die hatten wir ja nun mehrfach zur Hand. Papiere waren also vollständig, der praktische Teil nahte.

Da ich ganz gern weiss, was auf mich zukommt, habe ich mir vorab eine Zuchtzulassung angesehen. Ah-nungslos standen Tristan und ich mit einer guten Freundin zusammen am Ring und betrachteten das Ge-schehen. Gefordert ist auch die Begegnung mit anderen Hunden, es sollten schon mindestens fünf sein. Da aber parallel noch ausgestellt wurde, war weit und breit kein anderer Hund zu sehen – außer uns.

ankoerung_02Es kam also, dass wir, wo wir doch eigentlich nur zuschauen wollten, gleich mal die Ablenkung für einen anderen Hund spielen mussten. Fand ich im Nachhinein garnicht so schlecht, konnte ich doch Tristans Reaktion auf andere Hunde und fremden Platz beobachten. Die Hunde wurden dann optischen und akkustischen Reizen ausgesetzt, was auch vom Richter beobachtet und beurteilt wird.

Schliesslich kam der Tag, und wir mussten „ran“. Alle sagten mir, eine Zuchtzulassung wäre nicht so schlimm, aber ich wollte meinen Hund so gut wie möglich präsentieren, schliesslich wurde ALLES in den Bericht aufgenommen. Zum Glück an meiner Seite, als seelische Stütze, meine Züchterin Britta (nochmal ein dickes Dankeschön dafür).

Als wir das ganze Schriftliche endlich geklärt hatten, alle Unterlagen abgegeben haben, ging es los. Vorab war die Stimmung locker, der Richter, den ich bereits von einer Ausstellung her kannte, machte seine Spässchen mit uns. Das Gehen in der Gruppe mit optischen und akkustischen Reizen…. da machte ich mir eigentlich keine Sorgen, denn Tristan gehört nicht zu den ängstlichen Typen. Wir hatten also Hundebegegnungen, eine komisch verkleidete Frau lief mit Dosen und Schirm durch die Hunde. Dann kam die einzelne Beurteilung. Tristan wurde vermessen, Höhe und Brustumfang, Chip- und Gebisskontrolle. Schliesslich musste er doch etwas länger am Boden stehenbleiben, damit so etwas wie Rückenlinie, Ohren- und Rutenansatz, Fellbeschaffenheit usw. beurteilt werden konnte.

Auch das hat er prima hingekriegt!

Dann nochmal vor dem Richter hin- und herlaufen, fertig. Anschliessend das Urteil: angekört auf Lebens-zeit und uneingeschränkt! Mensch, habe ich micht gefreut, meine liebe Britta strahlte ebenfalls.

Aber das Schönste kam eigentlich danach. Wir wurden von zwei netten Mädels angesprochen, denen Tristan sehr gut gefallen hat, weil er so schön bei mir gelaufen ist. Sie fragten, woher er kommt, und ich konnte sie gleich an Britta verweisen. Wir haben uns noch eine ganze Zeit sehr nett mit ihnen unterhalten.

Ich habe nicht wirklich geglaubt, dass Tristan auf der Zuchtzulassung ein komisches Verhalten zeigt, und man weiss auch nie, wie er vom jeweiligen Richter beurteilt wird, deshalb bin ich wahnsinnig stolz auf meinen unerschrockenen, arbeitseifrigen, immer fröhlichen und gut gelaunten kleinen Trischi!