Ein Mensch wird vermisst, ein Verbrecher ist flüchtig! In solchen Fällen setzen die Ordnungs- und Hilfskräfte ihre Hunde auf deren Spuren an und nicht selten kann der Flüchtige gefunden werden. Auch Jagdhunde werden auf die Fährte von angeschossenem Wild gesetzt, damit die Jäger ihre Beute überhaupt finden können.
“Normale Hundeführer” können diese Fähigkeit ihrer Hunde auch in der Fährtenarbeit nutzen.
Beginnend mit kurzen Futterfährten an deren Ende eine Belohnung liegt, erlernt der Hund schnell seinen ausgeprägten Geruchssinn so einzusetzen, dass er Fährten, die von einer fremden Person gelegt wurden, folgen kann. Er baut diese Fähigkeit im Training so weit aus, dass er unabhängig von Bodeneigenschaften, Temperatur und Wind Fährten erarbeitet, die lange Zeit vorher gelegt wurden. Zusätzlich lernt er kleine Gegenstände, die der Fährtenleger “verloren” hat, liegend anzuzeigen.
Die Fährtenarbeit ist sehr zeitaufwendig, sie bietet aber dem Hund eine äußerst artgerechte Betätigung, fördert dessen Sinne und bildet außerdem für den Hundeführer einen sportlichen Ausgleich an der frischen Luft.
