Giftige Lebensmittel für Hunde – Teil 2

Getreide:
Im Übermaß oder falsch zubereitet ist Getreide für den Hund schwer verdaulich bis leicht giftig.

Hülsenfrüchte:
Rohe Hülsenfrüchte wie z. B. Erbsen, Garten- oder Sojabohnen sind giftig, daher auf die richtige Zubereitung achten. Auch gekocht sollte man davon nicht zuviel anbieten, da Hülsenfrüchte zu Blähungen und einem erhöhten Risiko des Magendrehers führen kann. Gegarte Hülsenfrüchte sollten immer mit etwas Fett zubereitet werden, das verbessert die Verdaulichkeit und reduziert die Gasbildung.

Knoblauch:
Roh ist Knoblauch für Hunde giftig, verarbeitet sollte er nur dezent verwendet werden. Größere Mengen führen zu Vergiftungserscheinungen, eine Überdosierung zum Tod. Allerdings enthält Knoblauch Allizin, welches eine antibakterielle, antimykotische und antibakterielle Wirkung besitzt, d. h. es tötet Pilze und Bakterien, wirkt krampflösend, sekretionssteigernd und kann zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt werden. Achtung: Die Rasse des Hundes (Verträglichkeit), Größe und Gewicht spielen eine große Rolle!

Kräuter:
Heil- und Gewürzkräuter sollten vorsichtig dosiert werden. In geringen Mengen können sie die Nahrung anreichern, überdosiert führen die pharmakolischen Stoffe in den Pflanzen, aber auch in Ölen, zu Vergiftungserscheinungen.

Obstkerne:
Pflaumen, Kirschen, Äpfel, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche. Die Samen von Stein- oder Kern- obst enthalten ein Blausäure abspaltendes Glykosid. Regelmäßiger Verzehr kann schwere neurologische Störungen hervorrufen.

Salbeiblätter und Pfefferminzpflanzen:
In größeren Mengen können sie Zitterkrämpfe auslösen.

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2 Antworten auf Giftige Lebensmittel für Hunde – Teil 2

  1. Jan Mohr sagt:

    Getreide ist nicht nur im Übermaß oder falsch zubereitet schwer Verdaulich. Dem Hund als Karnivor (Fleischfresser) fehlt die Speichel-Amylase mit der wir Menschen (Omnivor) die Kohlenhydrate spalten und in kürzere Ketten (Zucker) zerlegen. Dies führt dazu, dass die Verweildauer von Getreide im Magen wesentlich länger ist als Fleisch. Deshalb sollt grundsätzlich nie Fleisch und Getreide gleichzeitig gefüttert werden. Es sei denn man mag “pupsende” Hunde ;-)
    Getreide immer gut gekocht/gebacken und in kleinen Mengen verabreichen, am besten mit Milchprodukten. Dann flutscht das besser.

  2. Jan Mohr sagt:

    Ach ja, Schweinefleisch!
    Sollte grundsätzlich gemieden werden, da es mit dem Aujeszki-virus infiziert sein kann. Eine Infektion mit diesem Erreger (Pseudowut) verläuft bei Katz und Hund fast immer tödlich. Für uns Menschen ist der Virus allerdings ziemlich ungefährlich.
    Deutschland gilt zwar als Pseudowut frei (Wikipedia – Im Jahr 2004 PWfreie Länder), ich habe jedoch gehört es sollen wieder Fälle aufgetreten sein.

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